Barbara Rittner: Ich hoffe, Kerber & Görges spielen so lange wie möglich


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Barbara Rittner: Ich hoffe, Kerber & Görges spielen so lange wie möglich

Barbara Rittner, Leiterin des Frauentennis beim Deutschen Tennisverband, hofft, dass die derzeitige Anzahl deutscher Spielerinnen so lange wie möglich spielt und weiterhin Spaß und Erfolg beim Spielen hat. In einem Interview mit Abendblatt sagt Rittner: "Ich hoffe, dass die etablierten Mädchen so lange wie möglich spielen und vor allem Spaß und Erfolg haben.

Ich vertraue darauf, dass sich Tamara Korpatsch aus Hamburg in den Top 100 stabilisieren wird. Anna-Lena Friedsam verlor die besten Jahre ihrer Karriere aufgrund von zwei schweren Schulteroperationen, wehrte sich jedoch 2019.

Sie kann genauso Überraschungen bereiten wie Antonia Lottner. In Deutschland wird es weiterhin gutes Damentennis geben, aber sicherlich weniger auf höchstem Niveau als in den Vorjahren. " Die beiden deutschen Topstars Angelique Kerber und Julia Görges haben in letzter Zeit den Trainer gewechselt, und Rittner hofft, dass die neuen Partnerschaften stabil bleiben und sich der letzte Trainer in ihrer Karriere ändert.

"Ich fand die Entscheidung des DTB, Fed Cup-Chef Jens Gerlach als Cheftrainer von Julia freizulassen, großartig, weil ich glaube, dass beide menschlich und professionell harmonieren werden. Das kann ich bei Angie nicht sagen, weil ich ihren neuen Trainer Dieter Kindlmann nicht so gut kenne.

Ich hoffe für beide, dass es der letzte Trainerwechsel in ihrer Karriere war. (Kerber) Sie weiß, was es braucht, um erfolgreich zu spielen, und sie wird sorgfältig überlegt haben, Kindlmann zu wählen.

Aber es wird viel schwieriger sein, wiederzukommen, weil im Damentennis viel los ist. Die Qualität der neuen Generation ist unglaublich hoch, was eine weitere Klasse für Geschwindigkeit und Selbstvertrauen darstellt.

Rittner spricht über den aktuellen Stand des Frauentennis in Deutschland, wo es eine große Kluft zwischen Spielern über 30 Jahren und beiden unter 18 Jahren gibt: "Die Finanzierung des DTB war noch nie so intensiv wie heute.

Aber unsere Jugend ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Der Wille, alles auf eine Karte zu setzen und die absolute Leidenschaft, für etwas zu brennen, ist nicht mehr zu beobachten. Das Verlassen der Komfortzone, die Spieler wie Angelique Kerber, Julia Görges, Andrea Petkovic, Sabine Lisicki oder Anna-Lena Grönefeld so stark gemacht hat, ist nicht mehr modern.

Junge Menschen fühlen sich manchmal zu wohl, viele Eltern üben ihre Funktion als Unterstützer und Fahrer nicht mehr ausreichend oder zu intensiv aus. Jeder kämpft auf dem Platz, aber es wird für viele immer schwieriger, nicht zu 100 Prozent in das Ziel zu investieren, das sie sich selbst gesetzt haben. Es gibt keine Konsistenz. Das ist aber nicht nur beim Tennis der Fall. "