Jannik Sinner hat nach seiner Finalniederlage bei den US Open gegen Carlos Alcaraz für Aufsehen gesorgt. Der Italiener verlor in vier Sätzen und damit auch die Weltranglistenführung, zeigte sich jedoch entschlossen, sein Spiel weiterzuentwickeln – auch wenn dies kurzfristig Rückschläge bedeuten könnte.
„Ich kann sagen, dass ich ein besserer Tennisspieler werde und ein paar Dinge am Aufschlag ändern werde, nur kleine Dinge, aber sie können große Unterschiede machen“, erklärte Sinner. „Vielleicht verliere ich von nun an einige Matches, aber ich werde versuchen, Veränderungen umzusetzen, um ein wenig unberechenbarer zu werden.“
Arbeit an Details mit Blick auf Rivalen
Vor seinem Auftakt in Peking gegen Marin Cilic betonte Sinner, dass er und sein Team an „vielen kleinen Dingen“ arbeiten. Die Fehlerquote sei momentan höher, doch er sei überzeugt, dass dies mit der Zeit besser werde. „Eine Sache ist das Training, eine andere ist das Match. Wir werden sehen. Ich bin sehr motiviert.“
Für Sinner ist es keine Revolution, sondern eine schrittweise Anpassung. Unter seinen Trainern Darren Cahill und Simone Vagnozzi liegt der Fokus besonders auf Aufschlagvariationen und mehr Vielfalt im Spiel, ohne die eigene Identität zu verlieren.
Lob von Mouratoglou für mutige Haltung
Die Bereitschaft, Niederlagen in Kauf zu nehmen, um langfristig stärker zu werden, hat Patrick Mouratoglou, ehemaliger Coach von Serena Williams und Naomi Osaka, als Zeichen von Größe bezeichnet. „Wärst du bereit, heute zu verlieren, um morgen zu gewinnen? Jannik Sinner ist es. Und das ist das Zeichen der Allerbesten“, schrieb er.
Mouratoglou hob hervor, dass es nicht ausreiche, neue Elemente nur im Training zu üben. „Wenn du es nicht im Match einsetzt, wird es nie automatisch. In einem Grand-Slam-Finale fällst du immer auf deine Gewohnheiten zurück.“
Sinner gilt trotz dieser Anpassungsphase weiter als einer der stärksten Spieler auf der Tour. Er hat klargemacht, dass sein Ziel bleibt, große Titel zu gewinnen – auch wenn der Weg dorthin mit Experimenten verbunden ist.
