Carlos Alcaraz startet am Montag mit großer Aufmerksamkeit in seine US-Open-Kampagne. Der Spanier gibt nach einer fast fünfmonatigen Zwangspause sein Comeback.
Gleichzeitig beschäftigt Alcaraz auch der Rivale, der in New York fehlen wird: Jannik Sinner, die Nummer eins der Welt, lässt erstmals seit sieben Jahren ein Grand-Slam-Turnier aus.
JANNIK SINNER WITH THE ONE HANDED BACKHAND SMASH AGAINST ALCARAZ IN MONTE CARLO
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Der Champion von 2024 zog sich wegen einer Verletzung am rechten Knie vom letzten Grand-Slam-Turnier der Saison zurück. Damit platzte auch seine Hoffnung auf einen weiteren tiefen Lauf in New York, nachdem er ein Jahr zuvor im Finale verloren hatte.
Zuvor hatte der Italiener bereits die beiden Masters-1000-Turniere in Montreal und Cincinnati verpasst. Schließlich entschied er, dass er mehr Zeit für seine Genesung benötige. Sein Comeback wird beim ATP-500-Turnier in Peking Ende September erwartet.
Alcaraz kehrt unterdessen nach mehr als vier Monaten Wettkampfpause auf die Tour zurück. Eine Verletzung am rechten Handgelenk hatte ihn außer Gefecht gesetzt. Seine Teilnahme an den US Open bestätigte der Spanier kurz vor Sinners Rückzug – eine besonders ungewöhnliche Situation für die beiden größten Namen der jüngeren Generation.
Carlos wünscht Jannik ein Comeback auf Topniveau
Vor seiner Rückkehr zeigte sich der Spanier aufrichtig enttäuscht darüber, dass der Italiener nicht am Turnier teilnehmen kann. Alcaraz ist überzeugt, dass ein Spieler mit Sinners Qualitäten auf die größte Bühne des Sports gehört.
Das gilt insbesondere für ein Turnier, bei dem ihre Rivalität eine der spannendsten Geschichten im Männertennis der vergangenen Jahre hervorgebracht hat. Zugleich erkannte Carlos die ungewöhnlichen Umstände an, die ihre Rivalität derzeit prägen.
Seit dem Finale von Monte Carlo im April sind die beiden nicht mehr aufeinandergetroffen. Statt ihr Duell in New York fortzusetzen, gehen sie nun erneut völlig unterschiedliche Wege – wie bereits seit Alcaraz’ Verletzung.
Für den 23-Jährigen steht vor allem eines im Mittelpunkt: Sein großer Rivale soll sich vollständig erholen und nicht zu früh auf den Platz zurückkehren.
Eine weitere Warnung vor dem anspruchsvollen Tennis-Kalender
Die Situation brachte Alcaraz außerdem dazu, über ein Thema nachzudenken, das im Tennis immer schwerer zu ignorieren ist: Verletzungen sind zu einem zentralen Bestandteil der Diskussion über den modernen Tennissport geworden.
Sowohl Carlos als auch Jannik haben – ebenso wie andere prominente Spieler – in dieser Saison bereits erhebliche körperliche Rückschläge erlitten. Dadurch verpassten sie Grand-Slam-Turniere und Masters-1000-Events.
Sinners Rückzug bedeutet, dass die US Open ohne die Nummer eins der Welt stattfinden. Alcaraz wiederum reist nach New York, ohne seit April ein Einzelmatch bestritten zu haben.
Der Spanier glaubt, dass die zunehmende Zahl körperlicher Probleme unter den Spitzenspielern Anlass zu einer ernsthaften Diskussion über die Belastungen im Jahresverlauf geben sollte.
Für den Moment ist seine Botschaft an Jannik klar: vollständig genesen, erst bei entsprechender Bereitschaft zurückkehren und stärker als je zuvor aufschlagen. Die beiden großen Rivalen hatten die Saison 2025 dominiert, sich bedeutende Titel geteilt und die Konkurrenz weit hinter sich gelassen.
2026 sind sie jedoch erst einmal gegeneinander angetreten. Ihr nächstes Duell könnte frühestens beim Masters-Turnier in Shanghai im Oktober stattfinden – sofern beide dort antreten.
“It’s a shame for everyone that a player like Jannik has to miss such an important tournament. It’s a bit of a strange situation, to be honest - we have not seen each other for six or seven months now.
I wish him the best. I hope he can recover in the best possible way and return to the field at his highest level and stronger than ever. We are seeing many players have physical problems and injuries.
I think this shows how tight the timetable is during the year,” Carlos Alcaraz said.
