Sollte Novak Djokovic einen Platz im Melbourne Park bekommen?

Die Debatte um die Benennung eines Stadions zu Ehren von Novak Djokovic in Melbourne Park gewinnt an Fahrt.

by Faruk Imamovic
SHARE
Sollte Novak Djokovic einen Platz im Melbourne Park bekommen?
© Getty Images Sport/Patrick Smith

Die Debatte um die Benennung eines Stadions zu Ehren von Novak Djokovic in Melbourne Park gewinnt an Fahrt.

Huldigung an einen Champion

Novak Djokovic, einer der dominantesten Tennisprofis der letzten Dekade, eroberte 2008 seinen ersten Grand Slam-Titel, als er Jo-Wilfried Tsonga im Finale der Australian Open besiegte.

Seitdem hat er zahlreiche Siege auf der ganzen Welt errungen und hat sich einen Namen als einer der Besten des Sports gemacht. Da wäre es nur passend, dass eine der Hauptarenen in Melbourne Park nach ihm benannt wird. Der Turnierdirektor der Australian Open, Craig Tiley, gab seine Meinung zu dieser Diskussion in einem kürzlichen Interview im "Rock n Roll Tennis Podcast" kund: “Sie sind heute die zweite Person, die mich das fragt.

Aber letztlich liegt die Entscheidung zur Namensgebung der Arena weder bei mir noch bei Tennis Australia."

Die Komplexität der Eigentumsverhältnisse

Viele Tennisfans weltweit sind sich vielleicht nicht bewusst, dass, im Gegensatz zu anderen Grand Slam-Turnieren wie Wimbledon und den US Open, Tennis Australia nicht Eigentümer der Einrichtungen von Melbourne Park ist. "Viele verstehen nicht wirklich, dass Wimbledon und die French und US Open die Einrichtungen besitzen, in denen sie ihre Veranstaltungen durchführen.

Wir pachten sie. Die Regierung von Victoria besitzt unsere Einrichtungen, und wir pachten die Anlagen von ihnen," erklärte Tiley. Diese einzigartige Struktur führt dazu, dass das Gelände nicht nur für Tennisturniere genutzt wird. "Ab September oder Dezember ziehen wir ein, bereiten alles für das Event vor und Mitte Februar ziehen wir wieder aus.

Danach wird es ein Jahr lang von einer Stiftung für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt," fügte Tiley hinzu. Trotz dieser Herausforderungen und der Tatsache, dass die endgültige Entscheidung bei der Regierung liegt, zeigte Tiley seine Unterstützung für die Idee: "Ich würde sicherlich die Anerkennung von Novaks unglaublichen Leistungen hier in Australien unterstützen." Die endgültige Entscheidung wird sicherlich von vielen Faktoren abhängen, aber eines ist sicher: Djokovics beeindruckende Leistungen in Melbourne Park werden nie in Vergessenheit geraten. Es bleibt abzuwarten, ob sie durch die Benennung einer Arena dauerhaft gewürdigt werden.

Novak Djokovic Melbourne Park
SHARE