Boris Becker über Djokovics Dominanz im Tennis: "Der Löwenkönig"



by FARUK IMAMOVIC

Boris Becker über Djokovics Dominanz im Tennis: "Der Löwenkönig"
© Getty Images Sport/Alexander Hassenstein

In der Welt des Tennis ist Novak Djokovic eine Legende, und seine anhaltende Dominanz hat ihm den Spitznamen "der Löwenkönig" eingebracht – ein Titel, der ihm kürzlich von niemand Geringerem als Tennislegende Boris Becker verliehen wurde.

Djokovic, der im Mai 37 Jahre alt wird, hatte eine der besten Saisons seiner Karriere und zeigt keinerlei Anzeichen einer Verlangsamung.

Djokovics beeindruckende Saison

Nach einer Saison, in der Djokovic einige der größten Rekorde im Spiel gebrochen und beeindruckende Leistungen erbracht hat, zweifelt Becker nicht daran, wer als der Beste im Spiel anerkannt werden sollte.

„Für mich ist er der Löwenkönig. Wir tun unser Bestes, um Tennisfans das Unmögliche beizubringen: Was dieser Spieler in seiner 16- oder 17-jährigen Karriere gewonnen hat und dass er vielleicht sein bestes Tennis im Alter von 36 spielt“, erklärte Becker in dem Tennis-Podcast Das Gelbe vom Ball von Eurosport Deutschland.

„Er hat dieses Jahr drei Grand-Slam-Turniere gewonnen und stand im Finale von Wimbledon – er war nahe am Kalender-Grand-Slam im Alter von 36. Das ist nicht von dieser Welt. Er spielt zweieinhalb Stunden in Paris am Donnerstag, drei Stunden gegen [Holger] Rune am Freitag, weitere drei Stunden gegen [Andrey] Rublev - eine normale Person wird müde, Novak wird besser und schlägt dann einen starken [Grigor] Dimitrov in geraden Sätzen im Finale.

Dann macht er dasselbe wieder bei den ATP Finals“, fügte Becker hinzu. Becker vergleicht Djokovic mit anderen Sportikonen Djokovic wird nicht nur als einer der größten Tennisspieler aller Zeiten angesehen, sondern auch als einer der größten Sportler in der Sportgeschichte.

In Bezug auf Djokovics erstaunlichen Erfolg und seine Langlebigkeit verglich Becker ihn mit anderen Superstars, die in ihren jeweiligen Sportarten über einen längeren Zeitraum dominiert haben. „Ich möchte ihn mit einem Lionel Messi, einem LeBron James und einem Tom Brady vergleichen - für mich ist das die Kategorie, in der Novak Djokovic ist, weil all diese Athleten ihren Sport auch in ihren mittleren oder späten Dreißigern dominiert haben oder dominieren“, sagte Becker.

Nach einer unglaublichen Saison 2023 betonte Djokovic, dass er entschlossen sei, im nächsten Jahr noch viel mehr zu gewinnen. Im Jahr 2024 wird Djokovics Priorität weiterhin bei den Grand Slams liegen, und der Serbe wird auch entschlossen sein, seine erste Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Paris zu gewinnen.

Sein anhaltender Ehrgeiz und seine beeindruckenden Leistungen bestätigen Beckers Aussage und unterstreichen Djokovics Position als eine der prägenden Figuren im modernen Tennis.

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