Tennis 2024: Becker sieht Djokovic an der Spitze, Alcaraz im Aufstieg

Boris Becker, eine Tennislegende und sechsmaliger Grand-Slam-Champion, hat in einem Podcast seine Erwartungen für Novak Djokovic im Jahr 2024 geäußert.

by Faruk Imamovic
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Tennis 2024: Becker sieht Djokovic an der Spitze, Alcaraz im Aufstieg
© Getty Images Sport/Clive Brunskill

Boris Becker, eine Tennislegende und sechsmaliger Grand-Slam-Champion, hat in einem Podcast seine Erwartungen für Novak Djokovic im Jahr 2024 geäußert. Er glaubt, dass Djokovic in der Lage sein wird, „ein oder zwei Grand Slams“ zu gewinnen, sieht jedoch eine zunehmende Herausforderung durch Rivalen wie Carlos Alcaraz.

„Du solltest eigentlich nicht so Tennis spielen können mit 36 Jahren“, sagte Becker im „Das Gelbe vom Ball“ Podcast von Eurosport Deutschland. Er betonte Djokovics außergewöhnliche Langlebigkeit und Leistung in diesem Jahr, in dem er drei der vier Grand-Slam-Turniere gewann.

Djokovic, der zwischen 2014 und 2016 von Becker trainiert wurde, hat in dieser Zeit sechs Grand-Slam-Titel und 14 ATP Masters 1000 Turniere gewonnen. 2023 war das vierte Jahr in Djokovics Karriere, in dem er drei der vier Majors gewann, nach 2011, 2015 und 2021.

Die neue Generation tritt in Erscheinung

Der 36-jährige Djokovic verlor im Juli in einem epischen Fünf-Satz-Match gegen seinen jungen Rivalen Carlos Alcaraz im Finale von Wimbledon – seine erste Niederlage in einem vollständigen Match im All England Club seit 2016.

Djokovic beendete die Saison als ATP-Jahresend-Weltranglistenerster zum achten Mal, ein Rekord, und gewann zudem einen rekordverdächtigen siebten ATP-Finals-Titel. Becker hob hervor, dass Djokovic 2023 die Tennisszene dominierte, aber betonte auch die aufstrebenden Talente.

„Das beste Match des Jahres war für mich Djokovic gegen Alcaraz. Mit allem Respekt vor den anderen Gewinnern, dieses Match war von einer anderen Welt“, sagte Becker. Er sieht in der Kombination aus Djokovics Stärke und der heranrückenden jüngeren Generation das Beste, was der Tennisszene passieren kann.

Becker erwartet, dass Djokovic weiterhin Grand Slams gewinnen wird, aber er glaubt auch, dass Spieler wie Alcaraz häufiger „ein Störfaktor“ sein werden.
„Ich hoffe, dass diese Rivalität zwischen dem erfolgreichsten Spieler aller Zeiten und dem Rest der Tenniswelt noch lange anhält, denn wir Tennisfans und Hobby-Spieler profitieren davon.“

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