Jimmy Connors warnt: Schreibt Novak Djokovic nicht ab – die nächste Runde beginnt



by FARUK IMAMOVIC

Jimmy Connors warnt: Schreibt Novak Djokovic nicht ab – die nächste Runde beginnt
© Getty Images/Julian Finney

Jimmy Connors, eine der Tennislegenden, hat eine deutliche Botschaft bezüglich der Zukunft von Novak Djokovic nach dessen Niederlage bei den Australian Open gegen den jungen Rivalen Jannik Sinner ausgesprochen.

Der Aufstieg der neuen Generation

Bei den Australian Open 2024 musste Djokovic, der die Welt des Tennis über Jahre dominierte, eine entscheidende Niederlage in vier Sätzen gegen den Weltranglistenvierten Sinner hinnehmen – seine erste Niederlage bei diesem Event seit 2018.

Sinner, der Djokovics 33-Spiele-Siegesserie in Melbourne beendete, errang anschließend seinen ersten Grand-Slam-Titel durch einen Fünf-Satz-Sieg gegen Daniil Medvedev im Finale. In der neuesten Episode des Advantage Connors-Podcasts lobte Connors Sinner und Medvedev und erklärte, warum es ein Fehler wäre, den Weltranglistenersten Djokovic abzuschreiben.

„Was mir an Medvedev und Sinner gefällt – es scheint, als würden diese jungen Spieler jetzt einen Schritt nach vorne machen. Ich weiß, [Roger] Federer ist nicht mehr da und [Rafael] Nadal hat eine weitere schwierige Phase, er ist wieder verletzt – und was die Zukunft für ihn bereithält, weiß man nicht“, sagte der Amerikaner.

Djokovic - Noch lange nicht am Ende

Doch Connors warnt davor, Djokovic abzuschreiben. Trotz der aufkommenden jungen Talente und der physischen Herausforderungen, mit denen ältere Spieler konfrontiert sind, betont er Djokovics Fähigkeit, sich immer wieder zu motivieren und an die Spitze zurückzukehren.

„Aber ‚Djoker‘ ist immer noch da, versucht immer noch, Rekorde zu brechen... Es scheint, als würden diese jungen Spieler jetzt sagen, ‚Hey, vielleicht ist jetzt unsere Zeit.‘ Aber andererseits, zählt ihn nicht aus, denn er scheint immer einen Weg zu finden, etwas zu finden, das ihn inspiriert, das ihn motiviert.“ Connors spekuliert, dass Djokovic es schaffen könnte, noch in diesem Jahr einen weiteren großen Titel wie die French Open, Wimbledon oder die US Open zu gewinnen.

Darüber hinaus sieht er in der Rivalität zwischen Djokovic und Sinner einen belebenden Faktor für den Tennissport, der das Interesse sowohl der alten als auch der jungen Fans weckt. Das Männerfinale der Australian Open, das ohne die „Big Three“ auskam, betrachtet Connors als positiv für die Zukunft des Tennissports.

„Es war ein anderes Finale, ohne einen Federer, Nadal oder Djokovic in einem Grand-Slam-Finale... Tennis braucht das auch.“ Dieser Wettbewerb zwischen der etablierten Elite und aufstrebenden Talenten verspricht, den Tennissport spannend und dynamisch zu halten, während sich die Frage stellt, wer die Lücke füllen wird, die die Tennislegenden hinterlassen.

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