Andy Roddick kommentiert Novak Djokovics Verhalten gegenüber Nardi

Bei den Indian Wells Open 2024 kam es zu einem bemerkenswerten Zwischenfall, der die Tenniswelt in Aufruhr versetzte.

by Faruk Imamovic
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Andy Roddick kommentiert Novak Djokovics Verhalten gegenüber Nardi
© Getty Images/Matthew Stockman

Bei den Indian Wells Open 2024 kam es zu einem bemerkenswerten Zwischenfall, der die Tenniswelt in Aufruhr versetzte. Novak Djokovic, ehemalige Nummer 1 der Welt, erlebte eine überraschende Niederlage gegen Luca Nardi, einen Spieler, der als "Lucky Loser" ins Turnier kam und zum Zeitpunkt des Matches auf Platz 123 der Weltrangliste stand.

Doch nicht das überraschende Ergebnis von 4-6, 6-3, 3-6 sorgte für die größte Kontroverse, sondern eine Beschwerde Djokovics während des Spiels.

Ein Moment der Kontroverse

Im frühen Verlauf des zweiten Satzes erwartete Nardi, dass ein Aufschlag Djokovics ausgerufen wird, spielte den Ball jedoch zurück und gewann den Punkt, während Djokovic am Netz stoppte und zum Schiedsrichter blickte, als der Italiener den letzten Schlag ausführte.

Djokovic behauptete, sein junger Gegner hätte nach seinem Aufschlag innegehalten und fühlte sich durch diese vermeintliche Behinderung im Recht, den Punkt zugesprochen zu bekommen. Der Schiedsrichter sah dies jedoch anders und entschied, das Spiel Nardi zuzuerkennen.

Diese Entscheidung änderte zwar nicht das Ergebnis des zweiten Satzes, den Djokovic gewann, doch der 36-Jährige brachte den Vorfall beim Handschlag mit Nardi zur Sprache.

Prominente Stimmen zur Debatte

Andy Roddick, der Gewinner der US Open 2003, äußerte sich in seinem Podcast "Served with Andy Roddick" zu dem Vorfall und verteidigte Nardi.

Er bezeichnete Djokovics Verhalten als Zeichen der Verzweiflung: "Es ist ein Akt der Verzweiflung. Ich sehe keine Welt, in der Novak jemals gegen jemanden, der auf Platz 123 der Welt rangiert, verzweifelt sein sollte. Erstens hat der Kerl nicht gestoppt.

Wenn man es sich ansieht, hat er nicht angehalten." Tennisjournalist John Wertheim gab ebenfalls seine Einschätzung zu der Kontroverse ab und bezeichnete Djokovics Beschwerde als "Spielerei". "Du spielst gegen einen 'Lucky Loser' außerhalb der Top 100, der näher am Alter deiner Kinder ist als am deinen.

Da musst du irgendwie versuchen, die Dinge aufzumischen. Ich denke, das war eine Art Spielerei von Novak - versuchen, in den Kopf dieses Jungen zu gelangen," sagte er. Diese Diskussionen zeigen, dass das Verhalten auf dem Platz nicht nur die physische Leistung, sondern auch die mentalen Strategien der Spieler und deren Interpretation durch andere umfasst.

Der Vorfall bei den Indian Wells Open wird sicherlich noch eine Weile Gegenstand von Gesprächen innerhalb der Tennisgemeinschaft sein.

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