Novak Djokovic konfrontiert psychologische Herausforderungen in der Saison 2024

Das Tennisjahr 2024 hat für Novak Djokovic, den serbischen Großmeister des Sports, überraschend begonnen.

by Faruk Imamovic
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Novak Djokovic konfrontiert psychologische Herausforderungen in der Saison 2024
© Getty Images/Matthew Stockman

Das Tennisjahr 2024 hat für Novak Djokovic, den serbischen Großmeister des Sports, überraschend begonnen. Trotz herausragender Erfolge im Jahr 2023, während dessen Djokovic sieben der zwölf Turniere, an denen er teilnahm, gewann – einschließlich drei Grand Slams und den ATP Finals –, bleibt der 36-Jährige in dieser Saison bisher ohne Titel.

Diese Entwicklung hat Diskussionen unter Experten und ehemaligen Spielern über die möglichen Gründe für Djokovics unerwartete Schwierigkeiten ausgelöst. Ivan Ljubicic, ehemaliger Coach von Roger Federer und selbst einst die Nummer 3 der Welt, äußerte sich kürzlich in einem Interview mit der La Gazzetta dello Sport zu Djokovics Situation.

Ljubicic, der Djokovics Fähigkeiten gut kennt, sieht das Problem des Serben in erster Linie im psychologischen Bereich. "Sein Problem ist psychologisch, er hat sicherlich nicht vergessen, wie man Tennis spielt", so Ljubicic.

Er betont, dass Djokovic das innere Feuer benötigt, welches ihm derzeit zu fehlen scheint.

Die wichtigen Ziele vor Augen

Djokovic, der für seine Fähigkeit bekannt ist, auf jedem Punkt zu kämpfen und das Spielfeld Zentimeter für Zentimeter zu erobern, könnte laut Ljubicic Schwierigkeiten haben, wenn er diese Antriebskräfte nicht spürt.

Jedoch ist Ljubicic überzeugt, dass Djokovic sich erholen wird, sobald die wichtigen Ziele der Saison – Roland Garros, Wimbledon und die Olympischen Spiele – näher rücken. Diese Turniere gelten als die eigentlichen Highlights in Djokovics Kalender und könnten die entscheidende Motivation liefern, die ihm bisher fehlte.

Feliciano Lopez, ehemalige Nummer 12 der Welt, äußerte sich ebenfalls zu Djokovics jüngsten Ergebnissen und zeigte sich unbesorgt. Lopez sieht in den Niederlagen des Serben keine ungewöhnliche Entwicklung und erinnert daran, dass selbst ein Spieler von Djokovics Kaliber gelegentlich Spiele verliert.

"Das erscheint mir normal. Wir haben auch gelegentlich gesehen, dass Novak ein Spiel verliert, in das er nicht involviert war", sagte Lopez gegenüber EFE. Er betont, dass angesichts der Seltenheit von Djokovics Niederlagen schnell Alarm geschlagen wird, sieht jedoch keinen Grund zur Besorgnis.

Ein Weg zurück zur Spitze?

Die Diskussionen um Djokovics momentane Form werfen die Frage auf, wie der Tennisstar seinen Weg zurück an die Spitze finden wird. Die Antworten könnten in den kommenden Monaten gefunden werden, wenn Djokovic bei den großen Turnieren antritt, die er zu dominieren gewohnt ist.

Während Experten und Fans gespannt auf Djokovics Antwort auf dem Platz warten, bleibt die Tenniswelt zuversichtlich, dass der Champion seine frühere Stärke wiederfinden und das innere Feuer neu entfachen wird, das ihn zu vielen seiner bisherigen Erfolge getrieben hat.

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