Novak Djokovic über Ivanisevic: Mehr als ein Coach, ein Freund fürs Leben

Novak Djokovic, eine der größten Persönlichkeiten im Tennis, hat überraschende Einzelheiten über die Beendigung seiner langjährigen Zusammenarbeit mit dem Coach Goran Ivanisevic preisgegeben.

by Faruk Imamovic
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Novak Djokovic über Ivanisevic: Mehr als ein Coach, ein Freund fürs Leben
© Getty Images/Clive Brunskill

Novak Djokovic, eine der größten Persönlichkeiten im Tennis, hat überraschende Einzelheiten über die Beendigung seiner langjährigen Zusammenarbeit mit dem Coach Goran Ivanisevic preisgegeben.

Trotz des unerwarteten Endes dieser Partnerschaft betonte Djokovic, dass Ivanisevic ein "Freund fürs Leben" und eine "sehr liebe Person" bleibt.

Eine Freundschaft, die über den Sport hinausgeht

Die Tenniswelt reagierte geschockt auf die Ankündigung Djokovics, dass seine äußerst erfolgreiche Partnerschaft mit dem Wimbledon-Sieger von 2001, Goran Ivanisevic, zu Ende gegangen ist.

Seit Juni 2019 war Ivanisevic Teil des Coaching-Teams des Serben. Djokovic erinnerte sich an den Moment, als er Ivanisevic in sein Team einlud: "Es war 2018, und Marian [Vajda] und ich wollten Neuerungen einführen und ein bisschen Zauber in unser Doppel bringen," schrieb der 36-Jährige auf Instagram.

Neben Verbesserungen beim Aufschlag brachte Ivanisevic auch viel Lachen, Spaß und rekordbrechende Erfolge ins Team, darunter 12 Grand-Slam-Titel. Trotz der Höhen und Tiefen auf dem Platz blieb ihre Freundschaft unerschütterlich.

Djokovic ist besonders stolz auf die nebenbei geführten "Parchisi"-Brettspielturniere, die sie über Jahre hinweg ausfochten. "Und – dieses Turnier hört für uns nie auf. Danke für alles, mein Freund.

Liebe dich," teilte Djokovic mit.

Ein professionelles Kapitel schließt sich

In einer Pressekonferenz in Belgrad, gehalten anlässlich einer Dokumentation über seinen früheren Mentor und Coach Nikki Pilic, sprach Djokovic über das Ende seiner Zusammenarbeit mit Ivanisevic.

"Goran ist mein Freund fürs Leben, meiner und meiner Familie. Er ist eine sehr liebe Person für mich," erklärte der Weltranglistenerste. Die Trennung sei so positiv verlaufen, wie es bei einer Trennung eben möglich sei.

Nach fast fünf Jahren intensiver Zusammenarbeit sei der Punkt erreicht, an dem ihre Kooperation erschöpft sei. Gemeinsam haben sie Geschichte geschrieben, Grand-Slam-Titel gewonnen und Saisons als Weltranglistenerste beendet, mussten aber auch Rückschläge wie die Disqualifikation bei den US Open und die Deportation aus Australien hinnehmen.

Djokovic betonte besonders die menschliche Unterstützung durch Ivanisevic: "Ich werde immer daran denken, dass er für mich als Mensch da war, zuallererst, und dass er die richtigen Werte in unsere Beziehung eingebracht hat." Zur Zukunft äußerte sich Djokovic noch unentschlossen bezüglich eines neuen Coaches: "Ich habe immer noch keine klare Vorstellung davon, wer ein neuer Coach sein könnte, oder ob es überhaupt einen geben wird." Er wolle sich Zeit nehmen, um herauszufinden, was er braucht und womit er sich am wohlsten fühlt.

Die Beziehung zwischen Djokovic und Ivanisevic mag sich verändert haben, doch die Freundschaft und die gegenseitige Wertschätzung bleiben bestehen, ein Beweis dafür, dass gewisse Bindungen über die professionelle Ebene hinausgehen.

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