Novak Djokovics neues Kapitel: Nenad Zimonjic im Fokus

Nach der überraschenden Trennung von Goran Ivanisevic wendet sich Novak Djokovic einer vertrauten Persönlichkeit zu.

by Faruk Imamovic
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Novak Djokovics neues Kapitel: Nenad Zimonjic im Fokus
© Getty Images/Cameron Spencer

Nach der überraschenden Trennung von Goran Ivanisevic wendet sich Novak Djokovic einer vertrauten Persönlichkeit zu. Nur wenige Tage nachdem der 24-fache Grand-Slam-Champion bekannt gab, nicht mehr mit seinem langjährigen Coach zusammenzuarbeiten, wurde der Serbe beim Training mit Nenad Zimonjic im Vorfeld der Monte Carlo Masters gesichtet. Zimonjic, eine Vertrauensperson Djokovics, steht nun im Rampenlicht als der Mann, der möglicherweise als Djokovics neuer permanenter Coach fungieren wird.

Doppelspezialist und vertrauter Wegbegleiter

Zimonjic ist in der Tenniswelt kein Unbekannter, insbesondere wegen seiner herausragenden Leistungen im Doppel über die letzten zwei Jahrzehnte. Der Serbe hat während seiner Karriere 54 ATP-Doppeltitel gewonnen und verbrachte 50 Wochen an der Spitze der ATP-Doppelrangliste. Er gewann dreimal Grand-Slam-Titel im Herrendoppel, darunter zweimal Wimbledon an der Seite von Daniel Nestor in den Jahren 2008 und 2009 sowie die French Open mit dem Kanadier im Jahr 2010.

Zimonjic hat ebenfalls im Mixed-Doppel große Erfolge gefeiert, mit fünf weiteren Grand-Slam-Titeln und fünf Finalteilnahmen. Obwohl er seinen Rücktritt nie offiziell angekündigt hat, trat Zimonjic seit 2021 nicht mehr auf der ATP-Ebene an.

Einsatz für Serbien und Djokovics Zukunft

Zimonjic hat sich nicht nur als Spieler, sondern auch als Teammitglied einen Namen gemacht. Niemand hat häufiger für Serbien im Davis Cup gespielt als er, mit beeindruckenden 43 Siegen aus 55 Begegnungen. Besonders hervorzuheben ist seine Rolle im Team, das 2010 den Wettbewerb gewann und 2013 das Finale erreichte – beides Mal an der Seite von Djokovic.

Die Entscheidung Djokovics, sich zunächst an Zimonjic zu wenden, und die Möglichkeit einer dauerhaften Zusammenarbeit zwischen den beiden erscheinen vor diesem Hintergrund logisch. Djokovic ist bekannt dafür, einen engen inneren Kreis zu pflegen, und die langjährige Bekanntschaft mit Zimonjic dürfte ihm in einer möglicherweise schwierigen Saison 2024 Sicherheit geben.

Ivanisevics Segen

Viele waren überrascht, als der ehemalige Wimbledon-Champion und Weltranglisten-Zweite Ivanisevic Djokovics Team letzte Woche verließ. Doch Ivanisevic selbst sieht in Zimonjic die beste Wahl für Djokovic. "Ich weiß nicht, wie lange Novak noch zu spielen plant, aber der perfekte Mann ist im Moment bei ihm – Ziki", äußerte er gegenüber Sport Klub (übersetzt von Tennis Majors). Er betonte Zimonjics umfangreiches Tenniswissen und seine enge Beziehung zu Djokovic als entscheidend für seine Empfehlung.

Zimonjics Fähigkeiten, Djokovic technisch zu unterstützen und vielleicht mit einem anderen Ansatz neue Perspektiven zu bieten, könnten für Djokovic belebend wirken. Seine Kenntnisse über Djokovics Mentalität und die gemeinsame Arbeit im Davis Cup sind von unschätzbarem Wert für das kommende Kapitel in Djokovics Karriere.

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