Novak Djokovic: Wegbereiter für die nächste Generation im Tennis

Mats Wilander, selbst siebenmaliger Grand-Slam-Sieger, hat sich kürzlich zur zukünftigen Bedeutung von Novak Djokovic im Herrentennis geäußert.

by Faruk Imamovic
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Novak Djokovic: Wegbereiter für die nächste Generation im Tennis
© Getty Images/Cameron Spencer

Mats Wilander, selbst siebenmaliger Grand-Slam-Sieger, hat sich kürzlich zur zukünftigen Bedeutung von Novak Djokovic im Herrentennis geäußert. Seiner Meinung nach liegt Djokovics wichtigste Aufgabe in den kommenden Jahren darin, die Entwicklung der jüngeren Spieler-Generation voranzutreiben.

Djokovic als Taktik-Meister

Wilander betont, dass Djokovic, ähnlich wie Roger Federer zuvor, die jungen ATP-Sterne mit "taktischen Fragen" konfrontieren kann. Diese Fähigkeit hebt Djokovic nicht nur als Spieler, sondern auch als Mentor hervor.

Als einziger Spieler der sogenannten 'Big Four' Generation, der noch immer die Weltranglisten anführt, tritt Djokovic nun gegen deutlich jüngere Konkurrenten wie Jannik Sinner und Carlos Alcaraz an. Mit 36 Jahren ist der serbische Spitzenspieler der älteste in den Top 40 der ATP-Rangliste und einer von nur drei Spielern über 30 in den Top 20 – neben Grigor Dimitrov und Adrian Mannarino.

Djokovic, der mindestens bis zum 15. April als Weltranglistenerster geführt wird, hat somit Roger Federers Rekord gebrochen und ist der älteste Spieler, der jemals die Spitze der Weltrangliste erreicht hat.

Ein Vermächtnis über Siege hinaus

In einem Gespräch mit Eurosport erläuterte Wilander, warum Djokovic eine so entscheidende Rolle im Tennis zukommt.

"Für mich liegt ein wirklich wichtiger Teil von Novak Djokovics Zukunft – und das ist etwas, das der Trainer ihm gegenüber betonen muss – nicht nur darin, 25 Majors zu gewinnen und der beste Spieler der Welt zu sein, auch auf dem Papier, vorbei an Margaret Court," so der Schwede.

Wilander glaubt, dass Djokovic aufgrund seiner taktischen Reife und Überlegenheit eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der Nachwuchsspieler spielt. "Novak Djokovic und auch Andy Murray stellen jungen Spielern genau jene taktischen Fragen, die Roger Federer einst an Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray richtete." Für Wilander repräsentiert dies das Vermächtnis Federers: Es reicht nicht aus, nur den Ball zu schlagen; es braucht viel mehr.

In seinen Augen spielt Djokovic eine "massiv wichtige Rolle" für das Fortkommen junger Spieler. Wilander blickt auf Tennis mit der Hoffnung, dass sich der Sport weiterentwickelt und das Niveau stetig steigt. Nicht unbedingt, damit Djokovic weitere Majors gewinnt, sondern um das Wachstum der jüngeren Spieler zu fördern.

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