Novak Djokovic mit gemäßigten Erwartungen auf Sand

Der Start in die Sandsaison ist für Novak Djokovic jedes Jahr ein besonderer Moment, doch diesmal hält sich die Vorfreude in Grenzen.

by Faruk Imamovic
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Novak Djokovic mit gemäßigten Erwartungen auf Sand
© Getty Images/Dean Mouhtaropoulos

Der Start in die Sandsaison ist für Novak Djokovic jedes Jahr ein besonderer Moment, doch diesmal hält sich die Vorfreude in Grenzen. Anders als in den Vorjahren, als der Serbe bereits zu Beginn des Jahres bei den Australian Open, in Dubai oder beim Sunshine Double triumphierte, blieb Djokovic 2024 bisher ohne Titel.

Er war Teil des serbischen Teams, das im Viertelfinale des United Cup ausschied, und erlitt eine schockierende Halbfinal-Niederlage gegen Jannik Sinner bei den Australian Open. Nachdem er die Turniere im Nahen Osten ausgelassen hatte, kehrte er beim Indian Wells Open zurück, wurde aber in der dritten Runde von Luca Nardi überrascht und zog sich vom Miami Open zurück.

Als nächstes steht das erste ATP Masters 1000 Event des Jahres auf Sand in Monte-Carlo an – ein Turnier, bei dem Djokovic in den letzten Jahren ebenfalls Schwierigkeiten hatte.

Ein schwieriges Pflaster: Djokovics Bilanz in Monte-Carlo

Nachdem er 2009 und 2012 als Zweitplatzierter endete, gelang Djokovic 2013 der Durchbruch im Fürstentum, als er den damaligen Titelverteidiger Rafael Nadal im Finale besiegte.

Zwei Jahre später sicherte er sich mit einem Sieg über Tomas Berdych seinen zweiten Titel. Doch seitdem kam er nicht über das Viertelfinale hinaus, und die Bilanz der letzten drei Jahre ist besonders ernüchternd: zweimal schied er in der dritten Runde aus, einmal in der zweiten.

„Meine Erwartungen sind nicht sehr hoch, wenn ich bedenke, wie ich dieses Jahr bei den Turnieren gespielt habe und auch die Ergebnisse, die ich in den letzten Jahren in Monaco hatte, waren nicht großartig, daher halte ich meine Erwartungen niedrig“, sagte Djokovic.

„Für mich geht es darum, mein Spiel auf Sandplätzen aufzubauen und wieder den Höhepunkt zu erreichen.“

Heimvorteil in Monte-Carlo?

Trotz der bescheidenen Erwartungen hofft Djokovic, dass ihm der Heimvorteil zugutekommt, da Monte-Carlo schon seit vielen Jahren sein Wohnsitz ist und er die Plätze dort bestens kennt.

„Ich spiele immer gerne in Monte-Carlo. Ich wohne seit vielen Jahren hier. Beide meiner Kinder wurden in Monte-Carlo geboren, also betrachte ich es als mein Zuhause und einen Ort, an dem ich unzählige Stunden mit Training in diesem Club verbracht habe“, erklärte er.

Die zusätzliche Zeit, die er nach dem Verzicht auf das Miami Open hatte, nutzte Djokovic für intensives Training auf Sand, um seinen Körper und sein Spiel an die anspruchsvollste Oberfläche im Tennis anzupassen. Mit Enthusiasmus und Vorfreude tritt er das Turnier an, bereit, zu sehen, wie weit er kommen kann.

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