Novak Djokovic zieht sich vom Madrid Open zurück und plant weniger Turniere in 2024

Novak Djokovic, die Nummer eins der Welt, hat seine Absicht bekräftigt, in der Saison 2024 weniger Turniere zu spielen.

by Faruk Imamovic
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Novak Djokovic zieht sich vom Madrid Open zurück und plant weniger Turniere in 2024
© Getty Images/Julian Finney

Novak Djokovic, die Nummer eins der Welt, hat seine Absicht bekräftigt, in der Saison 2024 weniger Turniere zu spielen. Diese Strategie hat er bereits umgesetzt, indem er seine Teilnahme am bevorstehenden Madrid Open zurückgezogen hat.

Obwohl das Italian Open in Rom, das am 8. Mai beginnt, noch in seinem Kalender steht, gibt es erhebliche Zweifel, ob er am letzten großen Turnier vor den French Open teilnehmen wird.

Strategische Pausen und ungewisse Ergebnisse

Djokovic hat in diesem Jahr bisher an nur vier Turnieren teilgenommen – beim United Cup, den Australian Open, den Indian Wells Open und den Monte-Carlo Masters.

Dabei ließ er die Turniere im Nahen Osten sowie das Miami Open aus und nun auch das Madrid Open. Seine Bilanz für die Kampagne 2024 steht bei 11 Siegen zu 4 Niederlagen, wobei er in den Viertelfinals des United Cup, im Halbfinale in Melbourne, in der dritten Runde in Indian Wells und im Halbfinale in Monte Carlo ausschied.

Seine neue Strategie hat bisher nicht die erhofften Ergebnisse gebracht, da er in diesem Jahr noch keinen Titel gewonnen hat. Jedoch hat Djokovic klargestellt, dass seine Hauptprioritäten in diesem Jahr die Olympischen Spiele in Paris sowie die verbleibenden drei Majors – die French Open, Wimbledon und die US Open – sind.

Langfristige Vorteile trotz kurzfristiger Herausforderungen Marian Vajda, Djokovics ehemaliger Coach, äußerte sich kürzlich in einem Interview mit Ubitennis zur neuen Herangehensweise seines ehemaligen Schützlings.

„Der Kalender ist zu voll, er muss Entscheidungen treffen. Die große Motivation für ihn bleiben die Slams und die Olympischen Spiele. Er muss also Zeit finden, sich vorzubereiten und gut zu trainieren, kann aber nicht daran denken, die gleiche Konzentration in die anderen Turniere zu legen“, erklärte er.

Vajda fügte hinzu: „Die eigentliche Frage ist, ob diese neue Methode ihm weiterhin zum Sieg verhelfen wird. Denn wenn man weniger Turniere spielt, könnte man weniger trainiert ankommen als diejenigen, die mehr gespielt haben.“ Trotz seines Rückzugs aus Madrid bleibt Djokovic bis nach dem Turnier die Nummer 1 der Welt, da er keine Punkte zu verteidigen hat und mit 1.330 Punkten vor Jannik Sinner in den Live-Rankings führt.

Sinner hat in Madrid ebenfalls keine Punkte zu verteidigen, während Alcaraz 1.000 Punkte verteidigt. Das Italian Open bleibt eine entscheidende Vorbereitung für die French Open, die am 26. Mai beginnen. Djokovic hat auf Sand bisher nur vier Matches gespielt, darunter Siege gegen Roman Safiullin, Lorenzo Musetti und Alex de Minaur in Monte Carlo, bevor er im Halbfinale gegen Casper Ruud ausschied.

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