John McEnroe: Novak Djokovic braucht keinen neuen Trainer

Novak Djokovic bei den French Open: Ohne festen Coach zum Erfolg?

by Faruk Imamovic
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John McEnroe: Novak Djokovic braucht keinen neuen Trainer
© Getty Images/Clive Brunskill

Die Diskussion über Novak Djokovic’s fehlenden festen Trainer nach dem Abschied von Goran Ivanisevic hat in den letzten Wochen für viel Gesprächsstoff gesorgt. Dennoch besteht Tennislegende John McEnroe darauf, dass die Nummer 1 der Welt keinen neuen Trainer braucht.

McEnroe: Djokovic braucht keinen Coach

Djokovic lieferte eine seiner besten Leistungen des Jahres 2024 ab, als er Roberto Carballes Baena besiegte und in die dritte Runde von Roland Garros einzog. Seine Leistung deutet darauf hin, dass er nach einem schwierigen Jahresbeginn langsam wieder Motivation und Form findet.

„Dass er einen Trainer braucht, finde ich lächerlich“, sagte McEnroe gegenüber Eurosport. „Ich kaufe ihm nicht ab, dass er jemanden braucht, der ihm sagt, was er auf dem Platz zu tun hat. Wenn er jemanden um sich haben möchte, ist das völlig in Ordnung.

Es hat unglaublich gut funktioniert, niemand hätte gedacht, dass er 24 Grand Slams gewinnen würde.“ McEnroe erinnerte sich daran, wie er Djokovic in einem jungen Alter gegen Gael Monfils spielen sah und bereits damals seine Entschlossenheit erkannte: „Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass er 24 Grand Slams gewinnen würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt.“

Djokovic über seinen aktuellen Trainerstab

Djokovic betonte, dass er derzeit mit Boris Bosnjakovic zusammenarbeitet, einem alten Bekannten aus den frühen Phasen seiner Karriere: „Er war ein Assistenztrainer, als ich meine professionelle Karriere begann.

In den letzten Jahren hat er an mehreren Projekten mit mir gearbeitet, darunter Methodik und Videoanalysen.“ Bosnjakovic hat Djokovic mit Einblicken in die Spiele seiner nächsten Gegner sowie in sein eigenes Spiel unterstützt.

Djokovic erklärte, warum er ihn ins Team geholt hat: „Ich kenne ihn schon lange, ebenso wie Nenad Zimonjic, der bei den letzten Turnieren bei mir war. Ich fühle mich momentan wohl mit diesen Leuten und möchte meine Entscheidungen nicht überstürzen.“ Djokovic betonte, dass er zwar viel Erfahrung auf dem Platz habe, aber dennoch jemanden brauche, der Tennis versteht und das Spiel von außen betrachtet: „Natürlich habe ich viele Jahre auf dem Platz, aber man kann nicht sehen, ob man etwas falsch macht oder nicht. Schauen wir mal, was nach diesem Turnier passiert.“

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