Mats Wilander: „Novak Djokovic wird zum Tier auf dem Platz“

Novak Djokovic: Ein Champion mit ungebrochener Willenskraft

by Faruk Imamovic
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Mats Wilander: „Novak Djokovic wird zum Tier auf dem Platz“
© Getty Images/Clive Brunskill

Novak Djokovic weiß nicht, wann er geschlagen ist, und verwandelt sich in ein anderes Wesen, wenn er in großen Matches unter Druck steht, so Mats Wilander. Der Titelverteidiger der French Open zog am frühen Sonntagmorgen um 3:08 Uhr erneut ein Ass aus dem Ärmel, als er Lorenzo Musetti in einem Fünf-Satz-Krimi besiegte.

Der 24-fache Grand-Slam-Sieger stand mit dem Rücken zur Wand, als Musetti mit zwei Sätzen zu eins führte, doch er gewann nach vier Stunden und 29 Minuten mit 7:5, 6:7 (6:8), 2:6, 6:3, 6:0.

Bewunderung von Mats Wilander

Mats Wilander war beeindruckt von Djokovic, der auch mit 37 Jahren nicht weiß, wann er aufgeben soll.

„Der Typ ist kein Mensch, er wird zum Tier auf den besten Plätzen der Welt; ein perfektes Beispiel dafür, was große Champions tun können, selbst wenn die Dinge nicht immer in ihre Richtung laufen,“ sagte er gegenüber Eurosport.

„Das ist einer der Gründe, warum er immer noch dabei ist und weiterhin Rekorde bricht. Er kümmert sich zunächst nicht um Rekorde, er kümmert sich nur darum, Musetti viereinhalb Stunden lang bis drei Uhr morgens zu besiegen, bis ihn jemand daran erinnert.

Er ist 37 Jahre alt und lebt immer noch Tag für Tag, Moment für Moment.“

Ein Sieg trotz schlechter Vorbereitung

Djokovics Sieg über Musetti war beeindruckend, da er die French Open nach enttäuschenden Niederlagen begann.

Er kam mit einer Bilanz von 14:6 nach Paris. Der Weltranglistenerste begann sein Turnier mit klaren Siegen über Pierre-Hugues Herbert und Roberto Carballes Baena, bevor er schließlich von Musetti gefordert wurde.

Djokovic selbst gab zu, dass er das Schlimmste befürchtete, doch die Zuschauer halfen ihm, die Ziellinie zu überqueren. „Die [Zuschauer] fingen an, meinen Namen zu skandieren, und ich fühlte eine neue Welle von Willenskraft und Energie. Ich brauchte diesen Schub wirklich,“ erklärte Djokovic.

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