Novak Djokovic profitiert von de Minaurs Verletzung und erreicht das Halbfinale

Djokovic zieht nach de Minaurs Rückzug ins Wimbledon-Halbfinale ein

by Faruk Imamovic
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Novak Djokovic profitiert von de Minaurs Verletzung und erreicht das Halbfinale
© Getty Images/Julian Finney

Novak Djokovic, der zweifache Wimbledon-Champion, hatte am Mittwoch einen unerwartet leichten Tag, als er ohne zu spielen ins Halbfinale des prestigeträchtigen Turniers einzog. Sein Gegner, der Australier Alex de Minaur, musste wegen einer Hüftverletzung zurücktreten.

Dies gab Djokovic einen Freifahrtschein in sein rekordverdächtiges 13. Halbfinale in Wimbledon, eine Bestmarke, die er sich nun mit Roger Federer teilt.

Verletzungspech und Enttäuschungen

Alex de Minaur, die Nummer neun der Setzliste, zog sich die Verletzung gegen Ende seines Matches in der vierten Runde gegen Arthur Fils zu, das er mit 6-2, 6-4, 4-6, 6-3 gewonnen hatte.

Obwohl er nach dem Spiel humpelte, spielte de Minaur die Schwere der Verletzung zunächst herunter. "Offensichtlich ist das keine Ankündigung, die ich machen wollte", sagte ein sichtlich niedergeschlagener de Minaur während einer Pressekonferenz.

"Ich bin am Boden zerstört." Die medizinischen Untersuchungen am Dienstag zeigten das volle Ausmaß der Verletzung. Trotz der schlechten Nachrichten hoffte de Minaur bis zuletzt, ein Wunder am Spieltag zu erleben.

"Das ist kein Geheimnis, dass dies das größte Match meiner Karriere gewesen wäre. Ich wollte alles tun, um spielen zu können," erklärte er. Letztendlich war das Risiko jedoch zu groß. "Ein falscher Stretch, eine falsche Rutschbewegung könnte die Verletzungspause von drei bis sechs Wochen auf vier Monate verlängern", fügte er hinzu.

Djokovic und die Herausforderungen

Für Djokovic bedeutet der unerwartete freie Tag eine willkommene Pause. Der 37-jährige Serbe, der weniger als einen Monat vor Wimbledon am Knie operiert wurde, hatte Bedenken über seine Teilnahme und die Möglichkeit, seinen achten Titel auf dem Rasen zu holen.

Trotz eingeschränkter Bewegungsfreiheit gab Djokovic bislang nur zwei Sätze ab und besiegte dabei Qualifikanten sowie Wildcard-Inhaber, darunter auch die Nummer 15, Holger Rune. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits gab es für Djokovic Aufsehen.

Nach seinem Sieg über Rune in geraden Sätzen am Montag kritisierte er das Verhalten einiger Zuschauer auf dem Centre Court, die ihm seiner Meinung nach nicht den nötigen Respekt entgegenbrachten. Djokovics nächster Gegner wird entweder der Amerikaner Taylor Fritz, die Nummer 13, oder der Italiener Lorenzo Musetti, die Nummer 25 sein. Ihr Viertelfinalspiel fand am selben Tag statt.

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