Ivan Ljubicic hinterfragt Novak Djokovics Reaktion auf Buhrufe

Wimbledon: Djokovic thematisiert Respektlosigkeit des Publikums

by Faruk Imamovic
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Ivan Ljubicic hinterfragt Novak Djokovics Reaktion auf Buhrufe
© Getty Images/Mike Hewitt

Am Montag fand das Achtelfinalspiel von Novak Djokovic auf dem Centre Court in Wimbledon statt, doch neben seinem souveränen Sieg sorgte eine andere Begebenheit für Aufsehen. Der serbische Tennisstar setzte sich mit 6:3, 6:4, 6:2 gegen den 15.

gesetzten Holger Rune durch, doch die Reaktionen einiger Zuschauer überschatteten den sportlichen Erfolg teilweise.

Verwirrung und Kritik

Nach dem Spiel äußerte Djokovic Kritik an Teilen des Publikums, die ihn während des Spiels ausgebuht haben sollen.

"Ich danke von ganzem Herzen allen Fans, die Respekt gezeigt und bis zum Ende hier geblieben sind. Ich schätze das sehr", sagte Djokovic in einem Interview direkt nach dem Match. Weiter fügte er hinzu: "Und an all jene, die es vorgezogen haben, den Spieler zu respektieren, in diesem Fall mich, wünsche ich eine gute Nacht.

Gute Nacht, sehr gute Nacht." Diese Äußerungen lösten eine breite Diskussion aus, in der sich auch der ehemalige Weltklasse-Spieler Ivan Ljubicic zu Wort meldete. Ljubicic, der zuletzt als Coach von Roger Federer tätig war, konnte in den Beschwerden von Djokovic keine Logik erkennen.

"Wenn sie es getan haben, um Nole zu ärgern, dann ist es etwas, was sie schon vorher gemacht haben. Ich sehe keine Logik darin, mit einem Buhruf zu feiern, wenn ein Spieler einen Punkt macht. Aber er hat es so interpretiert und dies genutzt, um sich noch mehr zu konzentrieren", erklärte Ljubicic gegenüber Sky Sports Italia.

Fokus auf das Halbfinale

Trotz der Kontroverse bleibt Djokovics Leistung auf dem Platz unbestritten. Nach einem Freilos im Viertelfinale durch den Rückzug von Alex de Minaur wird Djokovic am Freitag im Halbfinale gegen Lorenzo Musetti antreten.

Der Italiener, der Djokovic bereits 2023 in Monte Carlo schlagen konnte und ihn dieses Jahr bei den French Open bis in den fünften Satz forderte, gilt als ernstzunehmender Gegner. Doch Djokovic bleibt der klare Favorit, nicht zuletzt wegen seiner beeindruckenden Bilanz und Erfahrung auf dem Gras von Wimbledon.

Während die Tenniswelt gespannt auf das Halbfinale blickt, in dem Djokovic auf Musetti trifft, wird auch die Interaktion mit dem Publikum weiterhin ein Thema bleiben. Die Fähigkeit, sich trotz äußerer Einflüsse zu konzentrieren, könnte einmal mehr unter Beweis gestellt werden.

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