Als Novak Djokovic in seinen späten Teenagerjahren auf die ATP-Tour kam, dominierte bereits ein Duopol die Tenniswelt: Roger Federer und Rafael Nadal. Für viele schien es unmöglich, diese beiden Giganten vom Thron zu stoßen. Doch Djokovic kam mit einer anderen Haltung – er glaubte fest daran, dass er sie schlagen kann.
Tenniscoach Patrick Mouratoglou, der unter anderem Serena Williams und Naomi Osaka trainierte, erinnert sich nicht an ein bestimmtes Match als Wendepunkt in Djokovics Karriere. Stattdessen hebt er ein Interview hervor, das vor einem Grand-Slam-Duell gegen Federer geführt wurde. Nole sagte selbstbewusst: „Ich werde ihn schlagen.“
Die Reaktionen waren harsch. Ein Journalist warf ihm vor, überheblich zu sein. Djokovics Antwort: „Ich bin nicht überheblich, ich bin nur überzeugt von meinen Fähigkeiten.“
Diese Überzeugung wurde später zur Wahrheit. Nole wurde nicht nur die Nummer 1 der Welt, er besiegte Federer und Nadal immer wieder – und übertraf sie schlussendlich in fast allen Statistiken.
Mehr als Talent: die Kraft des Kopfes
Für Mouratoglou liegt der Schlüssel zu Djokovics Erfolg nicht nur im Spiel, sondern im Kopf. In seinem neuen Buch Champion Mindset beschreibt er, wie mentale Stärke den entscheidenden Unterschied macht.
„Mental ist Novak der Stärkste von allen“, so Mouratoglou. „Er hat die meisten Grand Slams gewonnen, mehr erreicht als die anderen beiden – und das deutlich. Es gefällt vielen nicht, wenn man sagt, er ist der Beste, weil Roger und Rafa beliebter sind. Doch das ändert nichts: Er ist der Größte aller Zeiten.“
Diese Stärke ist nicht einfach zu lehren. Laut Mouratoglou lässt sich echtes Selbstvertrauen nicht antrainieren – es muss sich entwickeln, durch tägliche Disziplin und klare Ziele. Nole habe sein gesamtes Leben darauf ausgerichtet, der Beste zu sein.
Immer wieder hat Nole bewiesen, dass er auch unter Druck nicht aufgibt. Seine Fähigkeit, sich aus scheinbar ausweglosen Situationen zurückzukämpfen, macht ihn einzigartig.
Ein Platz in der Tennisgeschichte
Was Nole von vielen anderen trennt, ist nicht nur sein Spielstil – es ist seine mentale Ausdauer. Auch wenn er nicht immer der Publikumsliebling war, zeigen die Zahlen und seine Haltung: Er hat sich seinen Platz als einer der Größten der Tennisgeschichte redlich verdient.
