Novak Djokovic hat nach seiner Niederlage gegen Matteo Arnaldi beim Madrid Masters offen eingeräumt, dass er möglicherweise sein letztes Match bei diesem Turnier bestritten hat. Der Serbe unterlag dem Italiener klar mit 3:6, 4:6 in der zweiten Runde und setzte damit seine Serie früher Niederlagen fort: In vier der letzten fünf Turniere verlor er sein Auftaktspiel.
„Natürlich fühlt man sich nach einer Niederlage nicht gut“, erklärte Djokovic. „Ich hatte dieses Jahr leider schon einige solche Matches.“ Trotz guter Trainingsleistungen auf Sand zeigte er sich auf dem Platz nicht in Bestform. „Das Positive ist, dass ich den Auftritt hier mehr genossen habe als in Monte Carlo oder anderen Turnieren“, fügte er hinzu. Dennoch räumte er ein, dass sein aktuelles Niveau nicht seinen eigenen Erwartungen entspreche.
Der Fokus liegt auf den Grand Slams
Djokovic ging mit niedrigen Erwartungen in das Turnier. „Ich habe gehofft, hier ein Match mehr zu spielen als in Monte Carlo“, sagte er und sprach offen über die mentale Herausforderung, sich an die neue Realität anzupassen: „Es ist ein völlig anderes Gefühl als in den letzten 20 Jahren.“
Besonders wichtig bleibt für ihn der Fokus auf die Grand-Slam-Turniere. „Natürlich möchte ich hier gewinnen, aber Grand Slams sind die Turniere, bei denen ich mein bestes Tennis zeigen möchte“, betonte Djokovic. Er gab zu, dass er bei den French Open nicht zu den Topfavoriten zählen werde, sah darin jedoch auch eine mögliche Chance: „Vielleicht hilft mir das.“
Auf die Frage, ob er Druck verspüre, antwortete Djokovic ehrlich: „Druck gehört immer dazu. Ich verspüre Nervosität und Stress, aber auch Freude am Wettkampf.“ Allerdings sei der Wettbewerb herausfordernder geworden, räumte er ein.
Sein Abschied aus Madrid als aktiver Spieler scheint möglich. „Es könnte mein letztes Match hier gewesen sein“, sagte er. „Vielleicht komme ich zurück, aber nicht mehr als Spieler.“
