Novak Djokovic hat beim Madrid Open 2025 eine überraschende Niederlage gegen Matteo Arnaldi erlitten. Der 24-fache Grand-Slam-Sieger verlor in der zweiten Runde des Masters-Turniers im Estadio Manolo Santana mit 3:6, 4:6 gegen den Weltranglisten-44. aus Italien. Besonders auffällig: Djokovic unterliefen 32 unerzwungene Fehler. In den entscheidenden Momenten wirkte er ungewöhnlich fehleranfällig.
Der serbische Superstar konnte keine der drei Breakchancen seines Gegners abwehren und nutzte selbst nur eine von fünf Möglichkeiten, um Arnaldis Aufschlag zu durchbrechen. Besonders bitter: Im ersten Satz schenkte Djokovic seinem Gegner mit zwei aufeinanderfolgenden Doppelfehlern das entscheidende Break. Auch im zweiten Durchgang ließ er bei einer 0:40-Führung auf Arnaldis Aufschlag eine große Chance ungenutzt.
Stimmen der Tennis-Experten: Zeit hinterlässt Spuren
Zwei Tennislegenden äußerten sich zu Djokovics Auftritt. Brad Gilbert, ehemaliger Trainer von Andre Agassi und Andy Roddick, schrieb auf X: „Seltsam, Djokovic zu sehen, wie er so groß aufspielt und versucht, Gewinner zu schlagen, besonders auf Sand.“ Anschließend kommentierte er trocken: „Father Time ist unbesiegt.“
Rick Macci, der unter anderem Serena und Venus Williams coachte, stellte ebenfalls fest: „Egal was passiert, er ist immer noch der JOKER.“ Doch fügte er hinzu: „Man sieht, dass das Vertrauen auf Sand fehlt, was sich auf seine Bewegung im Angriff und in der Verteidigung auswirkt. Er braucht viele weitere Matches auf Sand, um sich richtig auf die French Open vorzubereiten.“
Djokovic erlebt derzeit eine Negativserie: Nach Niederlagen gegen Alejandro Tabilo in Monte Carlo und Jakub Mensik in Miami ist die Pleite gegen Arnaldi bereits die dritte in Folge – alle verloren in zwei Sätzen. Nach seinem Aus in Madrid gab sich der 37-Jährige selbstkritisch: „Ich habe gehofft, ein Match mehr zu spielen als in Monte Carlo“, erklärte Djokovic. „Das ist eine neue Realität für mich. Ich versuche, ein oder zwei Matches zu gewinnen, ohne wirklich an ein Weiterkommen im Turnier zu denken.“
