Jannik Sinner wird bei den diesjährigen French Open zum vierten Mal in Folge als topgesetzter Spieler bei einem Grand Slam Turnier antreten. Der 22-jährige Italiener hatte nach dem letztjährigen Turnier in Roland Garros die Spitze der ATP-Weltrangliste übernommen und konnte diese seither behaupten. Damit steht fest: Er wird bei dem Sandplatzklassiker ganz oben im Tableau stehen.
„Es ist natürlich eine Ehre, als Nummer 1 nach Paris zu kommen“, sagte Sinner vergangene Woche. Er dürfte sich berechtigte Hoffnungen auf seinen ersten Titel in Roland Garros machen.
Auch Carlos Alcaraz hat sich stark in Szene gesetzt. Der Spanier sicherte sich mit einem Sieg über Alexander Zverev in Rom den zweiten Platz in der Setzliste. Das bedeutet: Alcaraz wird die untere Hälfte der Auslosung anführen und könnte erst im Finale auf Sinner treffen.
Djokovic in der Warteschleife
Während sich junge Spieler in der Weltrangliste nach oben kämpfen, droht Novak Djokovic ein Abrutschen. Der 24-fache Grand-Slam-Champion rangiert derzeit auf Platz sechs – doch das könnte sich noch ändern. Sollte Lorenzo Musetti im Halbfinale der Italian Open gegen Alcaraz gewinnen, würde der Italiener in der Rangliste an Djokovic vorbeiziehen. Damit würde Djokovic auf Platz sieben zurückfallen – seine niedrigste Setzlistenposition seit Jahren.
Ein weiteres Indiz für den Generationenwechsel ist das Abrutschen von Daniil Medvedev und Stefanos Tsitsipas. Medvedev wird erstmals seit 2019 nicht zu den besten Acht bei einem Major zählen. Tsitsipas, zuletzt schwach in Form, muss mit Position 20 möglicherweise früh gegen einen Topspieler antreten.
Spannende Konstellationen in der Setzliste
Die aktuelle Top 8 der Setzliste besteht aus Sinner, Alcaraz, Zverev, Fritz, Draper sowie dem Trio Djokovic, Ruud und Musetti. Diese Spieler sind in der ersten Turnierwoche voneinander getrennt und können sich erst ab dem Viertelfinale begegnen.
Sollte einer der 32 Topgesetzten kurzfristig ausfallen, rücken Spieler wie Flavio Cobolli, Tallon Griekspoor oder Giovanni Mpetshi Perricard nach. Alle drei kämpfen derzeit in Challenger-Turnieren um weitere Ranglistenpunkte.
Die Spannung vor dem Start in Paris ist groß. Vor allem die Frage, wie weit Djokovic fällt – und ob Sinner seine Führungsrolle in einen Titel ummünzen kann – dürfte für Gesprächsstoff sorgen.
