Novak Djokovic hat beim Geneva Open erneut Geschichte geschrieben. Der 38-jährige Serbe sicherte sich mit einem hart erkämpften Sieg über den Polen Hubert Hurkacz seinen 100. Titel auf der ATP Tour. Nole musste dabei nicht nur einen Satzrückstand, sondern auch einen Rückstand im entscheidenden dritten Satz wettmachen. Am Ende setzte er sich mit 5:7, 7:6(2), 7:6(2) durch.
Ein besonderer Moment und Anerkennung für Hurkacz
Nach dem spannenden Finale fand Nole ehrliche Worte für seinen Gegner, der gerade erst von einer Meniskusverletzung zurückgekehrt war. „Ich weiß, es ist ein bitterer Nachgeschmack, ein Match so zu verlieren“, sagte Nole. „Es tut mir leid. Ich denke, du warst über weite Strecken der bessere Spieler und für mich war es ein Wunder, dieses Match zu gewinnen. Natürlich habe ich gekämpft, aber ich möchte dir großen Respekt für das tolle Tennis in dieser Woche zollen. Ich weiß, wie schwer es ist, sich von einer Knieverletzung zurückzukämpfen. Du hast es geschafft, sehr schnell wieder auf hohem Niveau zu spielen. Ich wünsche dir alles Gute für Paris und London. Ich spiele wirklich gerne gegen dich, aber vielleicht wären kürzere Matches in Zukunft angenehm.“
Djokovic zeigte sich sichtlich erleichtert, endlich seinen 100. Titel gewonnen zu haben, nachdem er in diesem Jahr zuvor bei den Sandplatzturnieren in Monte Carlo und Madrid früh ausgeschieden war.
20 Jahre Konstanz und neue Bestmarken
Mit dem Erfolg in Genf reiht sich Djokovic in einen exklusiven Kreis ein. Nur Jimmy Connors (109) und Roger Federer (103) haben im sogenannten Open Era mehr Einzel-Titel gewonnen. Djokovic ist zudem der erste Spieler, der in 20 aufeinanderfolgenden Saisons mindestens einen ATP-Titel holte. Damit überholt er Rafael Nadal, der diese Serie über 19 Jahre schaffte. Federer folgt mit 15, Ivan Lendl mit 14 und Connors mit 13 Jahren am Stück.
Für Djokovic geht es nun zum French Open nach Paris. Dort wird er versuchen, seinen bereits vierten Roland-Garros-Titel zu holen und seinen Rekord mit dem 25. Grand-Slam-Sieg weiter auszubauen. Sein erster Gegner wird der Amerikaner Mackenzie McDonald sein.
