Novak Djokovic hat am vergangenen Wochenende in Genf seinen 100. Karrieretitel geholt – ein ATP-250-Turnier, das für viele überraschend kam. Nun steht der 38-Jährige nach einem glatten Drei-Satz-Sieg über den Franzosen Corentin Moutet bereits in der dritten Runde der French Open. Trotz seines fortgeschrittenen Alters und harter Konkurrenz durch jüngere Spieler wie Jannik Sinner und Carlos Alcaraz gibt sich der Serbe nicht geschlagen.
Einer, der fest an Nole glaubt, ist der ehemalige Weltranglistenerste Mats Wilander. Im Gespräch mit Tennis365 sagte er: „Ich verstehe nicht, warum irgendjemand sagt, Novak sollte aufhören. Im Gegenteil, ich finde, er erweitert sein Vermächtnis, indem er Titel wie in Genf holt.“ Für Wilander zeigt Djokovic, was einen echten Champion ausmacht – kämpfen auch dann, wenn man nicht mehr auf dem Zenit ist.
Kein gewöhnlicher Spieler
Nole selbst ist sich der Herausforderungen bewusst. Gegen Moutet hatte er mit einer Blase am Fuß zu kämpfen und betonte nach dem Match: „Mental musste ich konzentriert bleiben. Corentin ist sehr schnell, es war besonders im dritten Satz ein harter Kampf. Ich habe einen Satzball abgewehrt, das hätte in jede Richtung gehen können.“
Die Zuschauer auf dem Court Suzanne Lenglen waren lautstark und emotional dabei, was die Partie zusätzlich erschwerte. „Die Atmosphäre war elektrisierend. Es war ein jüngeres Publikum, das habe ich gemerkt“, so Nole.
Trotz der Belastung wünscht sich Nole, nicht am Samstagabend spielen zu müssen – denn er will das Champions-League-Finale schauen. „Ich habe den Organisatoren gesagt, ich würde gern PSG gegen Inter Mailand sehen. Ich unterstütze PSG“, sagte er mit einem Lächeln.
Der Traum lebt weiter
Auf die Frage, ob Djokovic den 25. Grand Slam-Titel gewinnen könne, antwortete Wilander entschieden: „Natürlich kann er das. Wer Novak Djokovic abschreibt, begeht einen Fehler. Wimbledon könnte seine beste Chance sein, aber das ist Novak – kein gewöhnlicher Tennisspieler.“
Die kommenden Tage werden zeigen, ob der serbische Ausnahmesportler erneut Geschichte schreiben kann.
