Taylor Fritz hat seine Viertelfinalniederlage gegen Novak Djokovic als „hart“ bezeichnet. Der Amerikaner nutzte nur 2 von 13 Breakchancen und verlor nach starker Gegenwehr 3:6, 5:7, 6:3, 4:6. Er blieb in allen vier Sätzen dran und nahm dem Serben beim Ausservieren des zweiten Durchgangs erstmals den Aufschlag. Eine Doppelfehler-Serie am Ende besiegelte jedoch Djokovics bereits elften Sieg in Folge gegen ihn.
Breakchancen bleiben ungenutzt
Fritz ärgerte sich vor allem über die großen, aber verstreuten Möglichkeiten. „Ehrlich gesagt klingt 0:10 fast besser, als es war, denn das zählt nicht, wie oft ich 15:30 oder 0:30, 30:30 hatte“, sagte er. „Ich war so oft in den Punkten und habe sie wirklich schlecht gespielt.“ Zu den Breakbällen erklärte er: „Von den ersten zehn hat er fünf oder sechs sehr gut gespielt. Vier habe ich schlecht gespielt oder zu vorsichtig, oder ich habe im falschen Moment abgezogen.“ Er fasste zusammen: „Es ist in Drucksituationen schwer zu wissen, was ich tun will, wenn es nicht richtig läuft.“
Der 38-jährige Djokovic erreichte damit 2024 bei allen vier Majors das Halbfinale und trifft nun auf die Nummer zwei Carlos Alcaraz. In den ersten Runden nahm er wegen Beschwerden an Füßen, Rücken und Schulter mehrfach medizinische Auszeiten, verzichtete diesmal jedoch darauf.
Selbstkritik und Folgen für das Ranking
Fritz sah trotz Niederlage Phasen auf Augenhöhe. „Im vierten Satz war sein Level viel höher, meins auch“, sagte er. „Nur da war es durchgehend gutes Grundlinienspiel von uns beiden.“ Gleichzeitig meinte er: „Er hat mir mehr Fehler gegeben als sonst und mir mehr Blicke angeboten. Ich darf nach zwei Sätzen nicht 0:2 hinten sein.“
Der US-Open-Finalist von 2024 steht bei Grand Slams nun 0:11 gegen Top-5-Gegner, ausgenommen Duelle mit Alexander Zverev. Durch die Pleite fällt er zurück auf Rang fünf. „Ich muss einfach besser spielen“, resümierte er. „Nicht viel besser, denn die Chancen waren da. Ich musste nur besser servieren. Am Ende gewinnen die Größten die wichtigen Punkte. Ich muss sie ihnen wegnehmen – er gibt sie mir nicht.“
