Novak Djokovic hat nach seiner Halbfinalniederlage gegen Carlos Alcaraz bei den US Open überraschend offen über die Grenzen seines Körpers gesprochen. Der 38-Jährige jagt seit seinem Triumph bei den US Open 2023 einem historischen 25. Grand-Slam-Titel hinterher, doch die neue Generation um Alcaraz und Jannik Sinner macht ihm das Leben schwer.
„Es wird sehr schwierig für mich sein, künftig die Hürde Sinner, Alcaraz, in Best-of-Five-Matches bei Grand Slams zu überwinden. In Best-of-Three habe ich bessere Chancen, aber über fünf Sätze ist es hart“, sagte Djokovic nach seinem Aus in New York. Er betonte jedoch, nicht aufzugeben: „Ich werde weiterkämpfen, versuchen, ins Finale zu kommen und um einen weiteren Titel zu spielen. Aber es wird eine sehr schwierige Aufgabe.“
Mouratoglou sieht Vorzeichen für Rücktritt
Djokovic verlor 2025 bei drei der vier Majors im Halbfinale gegen Alcaraz oder Sinner. Gegen Alcaraz in New York habe er nach zwei Sätzen „keine Energie mehr“ gehabt, wie er selbst zugab.
Der renommierte Coach Patrick Mouratoglou, früher Trainer von Serena Williams, glaubt, dass Djokovics Worte auf ein baldiges Karriereende hindeuten. „Die Zeit holt jeden ein, auch Novak Djokovic“, sagte Mouratoglou. „Noch vor zwei Jahren war er der Beste, gewann drei Grand Slams und stand im vierten Finale. Da sagte er: ‘36 ist das neue 26, mein Körper ist in perfekter Form.’ Heute hat sich die Botschaft geändert.“
Mouratoglou sieht nicht nur körperliche, sondern auch mentale Zweifel: „Das eigentliche Problem ist nicht, ob sein Körper schwächer ist, sondern dass er es offenbar glaubt. Dieser Glaube ist neu.“ In früheren Jahren habe Djokovic immer betont, einen Weg zu finden, um besser zu werden. Nun wirke es, als ob er zum ersten Mal selbst an seine Grenzen glaube.
