Novak Djokovic ist zurück auf der Tour. Der 38-Jährige bestreitet beim Shanghai Masters sein erstes Turnier seit seiner Halbfinal-Niederlage gegen Carlos Alcaraz bei den US Open im September. Dort trifft er zum Auftakt auf Marin Cilic. Dass der Serbe in China aufschlägt, kam für viele überraschend – auf den Werbeplakaten war er zunächst gar nicht zu sehen.
Nole ist in Shanghai kein Unbekannter: Viermal hat er den Titel geholt, zuletzt stand er 2024 im Finale gegen Jannik Sinner. Mit 24 Grand-Slam-Trophäen und 100 Karrieretiteln zählt er ohnehin zu den erfolgreichsten Spielern der Geschichte.
Unsicherheit über Turin
Trotz einer konstanten Saison mit Halbfinal-Teilnahmen bei allen vier Majors und dem Sieg in Genf bleibt seine Zukunft offen. „Ich mache keine langfristigen Pläne mehr“, erklärte Nole in Shanghai. „Nach diesem Turnier weiß ich nur, dass ich in Athen spielen werde. Ob ich in Turin dabei bin, ist noch nicht sicher.“
Die ATP Finals in Turin hat Nole siebenmal gewonnen, zuletzt 2023. Im vergangenen Jahr verzichtete er jedoch auf eine Teilnahme, obwohl er qualifiziert war. Auch diesmal scheint ein Start fraglich. Sicher ist hingegen sein Auftritt bei den Hellenic Championships in Athen im November, eine Veranstaltung, die den früheren Belgrad-Termin ersetzt.
Familie bleibt Mittelpunkt
Djokovic lebt mit seiner Frau Jelena und den Kindern Stefan und Tara inzwischen in Athen. Nach Shanghai werden sie nicht reisen, doch ihr Rückhalt bleibt spürbar. „Mein Sohn wollte unbedingt nach China, aber er muss zur Schule“, erzählte Nole. „Meine Kinder und meine Frau sind meine größten Unterstützer. Wenn ich mal an mir zweifle, erinnern sie mich daran, was ich schon erreicht habe. Ihre Unterstützung bedeutet mir sehr viel.“
So ist klar: Während Djokovic sportlich nur von Turnier zu Turnier denkt, bleibt seine Familie der feste Anker – in Athen und darüber hinaus.
