Novak Djokovic kämpft mit Körper und Karriere nach Shanghai-Aus

by Faruk Imamovic
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Novak Djokovic kämpft mit Körper und Karriere nach Shanghai-Aus
© TennisLegende/X/Fair Use

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Nummer 204 der Welt Novak Djokovic den Spiegel vorhält? Valentin Vacherot hat beim Shanghai Masters mit seinem sensationellen Sieg über den Serben nicht nur das Tennis-Publikum überrascht, sondern auch die Grenzen des einst unerschütterlichen Champions sichtbar gemacht.

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Der 26-Jährige aus Monaco setzte seinen märchenhaften Lauf fort und erreichte nach seinem 6:3, 6:4-Erfolg über Nole das Finale des ATP-1000-Turniers. Für Vacherot, der sich durch die Qualifikation kämpfen musste, ist Shanghai der Höhepunkt seiner bisherigen Karriere. Er wird rund 150 Plätze im Ranking gutmachen und in nur einer Woche mehr Preisgeld verdienen, als in all seinen Jahren zuvor zusammen.

Für Nole hingegen war es eine Niederlage mit Symbolcharakter. Sein Wille bleibt ungebrochen, doch sein Körper scheint ihm endgültig Grenzen zu setzen.

Ein Champion kämpft mit der Zeit

Nach seiner Niederlage bei den US Open gegen Carlos Alcaraz hatte Nole selbst angedeutet, dass er vielleicht nicht mehr über fünf Sätze mit der jungen Generation mithalten könne. „Ich weiß nicht, ob mein Körper das noch hergibt“, sagte er damals. Selbst das kürzere Format über drei Sätze scheint ihm inzwischen Mühe zu bereiten.

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In Shanghai wirkte Djokovic von Beginn an müde, sein Spiel fehleranfällig. Zwar zeigte er Kampfgeist, doch seine Energie reichte nicht aus. Als Vacherot im zweiten Satz das entscheidende Break schaffte, war der Widerstand des 24-fachen Grand-Slam-Siegers gebrochen.

Ein Blick in Djokovics Zukunft

Der Serbe reist nun nach Saudi-Arabien, wo er beim Showturnier „Six Kings Slam“ antreten wird – eine Veranstaltung, bei der er selbst für eine Niederlage 1,5 Millionen Dollar erhält. Danach stehen schwierige Entscheidungen an.

Ob er die körperliche Vorbereitung für die Australian Open noch einmal auf sich nimmt, bleibt offen. Der Traum vom 25. Grand-Slam-Titel scheint angesichts seiner Form kaum erreichbar. Viele Beobachter glauben, dass Djokovic bald das Kapitel seiner einzigartigen Karriere schließen wird – vielleicht noch vor Jahresende.

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