Novak Djokovic kehrt kommende Woche beim ATP-250-Event in Athen auf die Tour zurück – bei seinem „Heimturnier“, seit er mit seiner Familie nach Griechenland gezogen ist. Der Weltranglistenerste ist topgesetzt, erhält wie die übrigen Top Vier ein Freilos und trifft in Runde zwei auf Alejandro Tabilo oder Adam Walton. Als möglicher Viertelfinalgegner wartet der an sechs gesetzte Nuno Borges (Nr. 46). Die Setzliste deutet im Halbfinale auf Brandon Nakashima hin; zuvor könnte Fabian Marozsan im Viertelfinale stehen. Djokovic jagt erst seinen zweiten Titel des Jahres, nachdem er bislang nur in Genf triumphierte.
Kurios: Gegen Tabilo spricht die Bilanz. Der Chilene führt 2:0 im direkten Vergleich – beide Siege 2024 auf Sand (Monte Carlo, Rom), jeweils in zwei Sätzen. Allerdings würde die Favoritenrolle auf Hartplatz in Athen wieder zum Serben wandern.
Musetti im Fokus des Race to Turin
Im unteren Tableau steht Lorenzo Musetti im Mittelpunkt. Er rutschte nach seinem Aus in der Runde der 32 beim Paris Masters unter Druck und nimmt kurzfristig Athen ins Programm, um das letzte Ticket für die ATP Finals zu sichern. Der Italiener liegt derzeit als Achter knapp vor Félix Auger-Aliassime, der ihn mit einem Sieg im Paris-Halbfinale gegen Alexander Bublik überholen würde. Beide treten in der Folgewoche zusätzlich an: Auger-Aliassime beim Moselle Open in Metz, Bublik ebenfalls dort – der Kasache braucht dafür zunächst den Titel in Paris, um rechnerisch im Rennen zu bleiben.
Hürden im Draw
Musetti startet hart: In Runde zwei wartet Botic van de Zandschulp oder Stan Wawrinka; im Viertelfinale ist der fünfte Seed Alexandre Muller projektiert. Möglich wäre sogar ein italienisches Halbfinale mit Luciano Darderi (Nr. 3), sofern dieser zuvor Alexei Popyrin (Nr. 7) stoppt. Djokovic ist für Turin qualifiziert, seine Teilnahme bleibt offen. Sollte er – wie im Vorjahr – passen, könnten zwei Plätze frei werden.
