Novak Djokovic scheint vor den US Open allmählich seinen Rhythmus zu finden – nachdem seine Vorbereitung in New York zunächst Anlass zur Sorge gegeben hatte.
Der 24-malige Grand-Slam-Champion hatte am Dienstag seine Trainingseinheit gegen Zizou Bergs bereits nach drei Spielen vorzeitig beendet.
Djokovic flattens out the forehand down the line against Shapovalov! pic.twitter.com/kOecZzarTb
ADVERTISEMENT— Brenner Morton (@simonsaystennis) August 27, 2026
Diese Entscheidung warf mit Blick auf seine körperliche Verfassung Fragen auf – insbesondere nach seinem schwierigen Auftritt bei der Hitze in Cincinnati. Seitdem wirkt der Routinier jedoch deutlich sicherer.
Der 39-Jährige absolvierte im Vorfeld seines 20. US-Open-Auftritts zwei vielversprechende Trainingseinheiten. In der ersten Runde trifft Djokovic auf Mariano Navone und hofft auf einen überzeugenden Start.
Djokovic intensiviert seine Vorbereitung
Am Mittwoch trainierte der Serbe eine Stunde lang mit Alexander Zverev. Damit sammelte er wertvolle Spielpraxis gegen einen der stärksten Akteure im Teilnehmerfeld und zugleich gegen den topgesetzten Spieler.
Am Donnerstag folgte unter dem geschlossenen Dach des Louis Armstrong Stadiums der nächste Härtetest: Der 39-Jährige bestritt einen Trainingssatz gegen Denis Shapovalov.
Diesmal gab es nur wenig Anlass zur Sorge. Djokovic zeigte eine starke Leistung, gewann den Trainingssatz mit 6:2 und schlug den Ball äußerst präzise.
Nach dem abrupten Ende seiner Einheit gegen Bergs dürften die zusätzliche Zeit auf dem Platz und die Qualität seines Spiels für Zuversicht sorgen, während er sich auf sein Auftaktmatch gegen den Argentinier vorbereitet.
Die Bedingungen unter dem geschlossenen Dach boten Djokovic zudem die Möglichkeit, ohne die intensive New Yorker Sonne zu trainieren. Diese könnte im Verlauf seines Turniers zu einem entscheidenden Faktor werden.
Die größte Frage betrifft weiterhin seinen Körper
Djokovic beginnt seine 20. US-Open-Kampagne gegen Mariano Navone. Er weiß jedoch, dass die wahre Prüfung erst dann kommt, wenn die Trainingseinheiten dem Best-of-five-Wettbewerb weichen.
Sein spielerisches Niveau dürfte dabei nicht das größte Fragezeichen sein. Der Serbe hat wiederholt bewiesen, dass er sein Niveau steigern kann, wenn es darauf ankommt. Auch seine jüngste Einheit gegen Shapovalov deutet darauf hin, dass die Qualität vorhanden ist.
Die entscheidende Frage lautet vielmehr, ob sein Körper den körperlichen Belastungen eines Grand-Slam-Turniers standhält – insbesondere bei den unweigerlich anstehenden Tagesspielen.
Nach den Problemen mit der extremen Hitze in Cincinnati und dem Abbruch seiner Trainingseinheit in New York nach nur drei Spielen waren die Sorgen um seinen Zustand nachvollziehbar.
Die anschließenden Einheiten mit Zverev und Shapovalov zeichneten jedoch ein deutlich positiveres Bild. Nun muss Djokovic diese vielversprechende Vorbereitung in Wettkampfform ummünzen, wenn er auf Navone trifft.
Für einen Spieler, der den nächsten historischen Lauf bei den US Open anstrebt, könnte der größte Kampf darin bestehen, den eigenen Körper so weit zu bringen, dass sein Tennis zur Geltung kommt.
