Nuno Borges nimmt Novak Djokovics 29:0-Serie in Peking ins Visier

by Faruk Imamovic
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Nuno Borges nimmt Novak Djokovics 29:0-Serie in Peking ins Visier
© Tiempodetenis1/X/Fair Use

Nuno Borges trifft bei den China Open auf einen Gegner, der in Peking noch nie verloren hat. Novak Djokovic reist mit einer Bilanz von 29:0 und sechs Turniertiteln an. Es ist sein erster Auftritt bei dieser Veranstaltung seit 2015. Die Zahlen machen ihn zum klaren Maßstab, geben Borges aber zugleich einen einfachen Auftrag: Er muss nicht die gesamte Historie schlagen, sondern an einem Abend genügend Druck erzeugen.

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Der Portugiese reagierte mit Respekt und einem kleinen Hinweis auf die Last der Serie. „Das ist verrückt. Vielleicht bedeutet es sogar mehr Druck für ihn“, sagte Borges. Djokovic kommt außerdem nach Auftaktniederlagen in Cincinnati und bei den US Open nach Peking. Diese Ergebnisse löschen seine besondere Bilanz in China nicht, zeigen aber, dass die aktuelle Form nicht allein aus früheren Erfolgen abgeleitet werden kann.

Das erste Duell liefert Borges einen Plan

Für Nuno ist es das zweite Match gegen den 24-maligen Grand-Slam-Sieger. Aus der ersten Begegnung nimmt er vor allem mit, dass der Abstand nicht unüberwindbar war. „Ich war direkt dran. Ich sehe keinen Grund, warum ich nicht noch etwas mehr Druck machen kann“, sagte er. Genau darin liegt sein realistischer Ansatz: Er braucht keinen völlig neuen Stil, sondern eine konsequentere Version der Leistung, die ihn bereits in die Nähe brachte.

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Gegen Djokovic reicht Nähe allein allerdings selten. Die 29 Siege in Peking zeigen, wie zuverlässig er an diesem Ort Lösungen gefunden hat. Nuno muss deshalb gute Phasen nicht nur herstellen, sondern auch in den wichtigen Momenten halten. Seine eigene Aussage erhöht nicht die Erwartung eines Sieges, sie beschreibt vielmehr die notwendige Haltung für ein Duell, in dem passive Bewunderung kaum eine Chance bietet.

Der Turnierweg wird danach kaum leichter

Der Sieger könnte im Viertelfinale auf Alexander Zverev treffen. In der möglichen Halbfinalzone befinden sich zudem Daniil Medvedev und Jakub Mensik. Das verleiht dem Auftakt zusätzliche Bedeutung: Djokovic verteidigt nicht nur eine makellose Peking-Bilanz, sondern beginnt einen Weg mit mehreren anspruchsvollen Gegnern.

Borges kann die Historie zu seinem Vorteil drehen, wenn er sie nicht als Vorentscheidung versteht. Jede lange Serie wächst mit dem Bewusstsein, dass sie enden kann. Djokovic besitzt die Erfahrung und sechs Titel als Gegenargument. Borges bringt die Erinnerung an ein enges erstes Treffen mit. Daraus entsteht ein Auftakt, bei dem der mentale Umgang mit der Statistik fast so wichtig ist wie die Statistik selbst.

Nuno Borges Novak Djokovic
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