Alexander Zverev geht mit viel Selbstvertrauen in sein Viertelfinale beim China Open gegen Novak Djokovic. Nach seinem deutlichen Zweitrundensieg über den chinesischen Wildcard-Spieler Shang Juncheng richtet sich der Blick des Weltranglistenzweiten nun auf einen Gegner, der in Peking eine außergewöhnliche Bilanz besitzt.
Für Zverev geht es dabei nicht nur um den Einzug ins Halbfinale. Der 29-Jährige jagt seinen ersten Titel beim China Open und bereits seinen dritten Turniersieg der Saison 2026 nach seinen Erfolgen bei den French Open und US Open.
Djokovic bleibt auf Hartplatz eine besondere Aufgabe
Djokovic führt im direkten Vergleich mit Zverev 9:5 und gewann auch das bisher letzte Duell der beiden im Viertelfinale der French Open 2025. In Peking kommt hinzu, dass der 24-malige Grand-Slam-Sieger das Turnier bereits sechsmal gewonnen hat.
Zverev weiß deshalb genau, welche Aufgabe ihn erwartet. „Ja, es ist auf jeden Fall aufregend für mich“, sagte er nach seinem Zweitrundensieg. „Es ist definitiv ein Platz, auf dem er sehr gerne spielt und sich wohlfühlt. Keine Frage. Er hat hier, was, 31 Matches in Folge gewonnen.“
Gerade das Best-of-three-Format macht Djokovic aus Zverevs Sicht nicht weniger gefährlich. „Trotzdem denke ich, dass er im Best-of-three auf Hartplatz eine der schwierigsten Herausforderungen ist, die man in diesem Sport haben kann.“
Damit trifft Zverev auf einen Gegner, gegen den seine aktuelle Form sofort auf höchstem Niveau geprüft wird. Gleichzeitig reist der Deutsche nach seinem klaren Erfolg gegen Shang mit wenig zusätzlicher Matchbelastung in dieses Viertelfinale.
Mentale Frische wird zum wichtigen Faktor
Mögliche Müdigkeit zum Ende der Saison sieht Zverev derzeit nicht als Problem. „Mein Tank ist in Ordnung. Darüber mache ich mir keine Sorgen“, erklärte er. Entscheidend sei für ihn vielmehr die mentale Seite: „Ich habe es schon gesagt: Ich denke, in diesem Teil der Saison ist man müde, weil man mental müde ist. Wenn man etwas hat, wofür man spielt, werde ich mich gut fühlen.“
Gegen Shang halfen Zverev auch die Bedingungen. Durch das geschlossene Dach habe sich der Platz wie ein Indoor-Court angefühlt, was für ihn angenehm gewesen sei. Gleichzeitig räumte er ein, nach rund eineinhalb Sätzen etwas an Konzentration verloren zu haben, weil die Partie kaum noch umkämpft gewesen sei.
Vor Djokovic dürfte genau diese Konzentration von Beginn bis Ende gefragt sein. Zverev selbst formuliert seine Ausgangslage schlicht: „Er spielt großartig. Ich freue mich auf diese Herausforderung.“
