Becker zu Rafa Nadals Comeback: Ein steiniger Weg zurück an die Spitze

Boris Becker, die Tennislegende, hat sich in einem exklusiven Interview mit Eurosport zu Rafael Nadals bevorstehendem Comeback nach einer langwierigen Hüftverletzung geäußert

by Faruk Imamovic
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Becker zu Rafa Nadals Comeback: Ein steiniger Weg zurück an die Spitze
© Getty Images Sport/Julian Finney

Boris Becker, die Tennislegende, hat sich in einem exklusiven Interview mit Eurosport zu Rafael Nadals bevorstehendem Comeback nach einer langwierigen Hüftverletzung geäußert. Nadal wird beim Brisbane Open antreten, um sich auf die Australian Open vorzubereiten, die am 14.

Januar beginnen. Becker betonte, dass der 22-fache Grand-Slam-Sieger in den frühen Phasen seines Comebacks wahrscheinlich zu kämpfen haben wird.

"Ich glaube nicht, dass seine Erwartungen für Melbourne gerade sehr hoch sind: Wenn er dort ein paar Matches gewinnt, ist das gut für ihn", sagte Becker im Podcast 'Das Gelbe vom Ball' von Eurosport Deutschland.

Er vermutet, dass Nadal sich zunächst auf die Sandplatzturniere konzentrieren wird, um bis zu den French Open in Paris wieder vollständig fit zu sein. "Sein Ziel muss Roland Garros sein, und dann die Olympischen Spiele, die beide in Paris auf Sand ausgetragen werden.

Aber er muss erst spielen: Spielpraxis und Matchfitness bekommt man nur durch das Spielen von Matches. Also muss er ein wenig leiden, damit er im März, April besser wird, bis er im Mai sein bestes Spiel zeigen kann."

Djokovics Dominanz und die junge Generation

Becker äußerte sich auch zu Novak Djokovic, der in Nadals Abwesenheit den Rekord für die meisten Grand-Slam-Siege der Herren gebrochen hat.

"Man spielt eigentlich in dem Alter von 36 Jahren nicht mehr so Tennis", bemerkte Becker. "Wann wird der Kerl müde, oder wann geht ihm die Motivation aus?" Djokovic, der in 2023 drei von vier Grand Slams gewann und dann im Wimbledon-Finale gegen Carlos Alcaraz Zweiter wurde, bleibt für Becker der dominierende Spieler in der Tennisszene.

"Für mich war das das beste Match des Jahres. Mit allem Respekt vor allen anderen Gewinnern, Djokovic gegen Alcaraz war von einer anderen Welt."
Becker hofft, dass die jüngere Generation, angeführt von Alcaraz und einschließlich Spielern wie Jannik Sinner und Holger Rune, Djokovic im nächsten Jahr noch stärker herausfordern wird.

"Er wird nächsten Mai 37 Jahre alt sein, während Alcaraz und Co. besser und erfahrener sein werden", sagte Becker.
„Ich denke, das Beste, was der Tennisszene insgesamt passieren kann, ist, dass Djokovic stark bleibt und die jüngere Generation näher kommt.

Mit anderen Worten, ich erwarte immer noch, dass Djokovic ein oder zwei Grand Slams gewinnt. Aber ich glaube auch, dass Alcaraz und Co. öfter einen Strich durch die Rechnung machen werden. Ich hoffe, dass diese Rivalität zwischen dem erfolgreichsten Spieler aller Zeiten und dem Rest der Tenniswelt noch lange anhält, denn wir Tennisfans und Amateurspieler profitieren davon."

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