Iga Swiatek spricht Klartext über Rafael Nadals Rolle in Saudi-Arabien!



by FARUK IMAMOVIC

Iga Swiatek spricht Klartext über Rafael Nadals Rolle in Saudi-Arabien!
© Getty Images/Graham Denholm

Iga Swiatek, die aktuelle Nummer 1 der Welt im Damen-Tennis, äußerte sich kürzlich zu den kontroversen Entwicklungen im Tennis, einschließlich Rafael Nadals Entscheidung, eine Rolle bei der Saudi Tennis Federation zu übernehmen.

Ihre Kommentare bieten einen seltenen Einblick in die komplexen ethischen und politischen Herausforderungen, mit denen Spieler auf der internationalen Bühne konfrontiert sind.

Die Balance zwischen Sport und Politik

Swiatek, bekannt für ihre nachdenkliche und überlegte Art, gab zu, dass es für sie schwierig sei, eine Meinung zu Nadals Entscheidung zu haben, da sie der Ansicht ist, dass die Tennisbehörden „Verantwortung übernehmen sollten“, wenn es aufgrund der Austragung von Turnieren in Saudi-Arabien zu Gegenreaktionen kommt.

Diese Äußerungen erfolgten, nachdem bekannt wurde, dass Nadal eine Rolle als Botschafter bei der Saudi Tennis Federation übernommen hat. Dies hat bei vielen Fans Empörung ausgelöst, da sie glauben, dass Saudi-Arabien sein enormes Staatsvermögen nutzt, um seine problematische Menschenrechtsbilanz und strikte Anti-Homosexualitätsgesetze zu verdecken.

Der Public Investment Fund (PIF) des Landes wurde des Sportswashing beschuldigt, insbesondere nach großen Investitionen in Fußball und Golf in den letzten Jahren. Zudem wird spekuliert, dass Saudi-Arabien kurz vor einer großen Investition in die ATP Tour steht.

Schwierige Entscheidungen und Verantwortlichkeiten

Auf die Frage, wie sie Nadals Entscheidung finde, insbesondere im Hinblick auf die Menschenrechtslage in Saudi-Arabien, antwortete Swiatek: „Ehrlich gesagt, wusste ich nicht, dass das der Fall ist [Nadals Beitritt].

Es ist schwer. Alles, was im Sport passiert, ist nicht schwarz und weiß, und es ist schwer für mich, in einem Satz zusammenzufassen, wenn ich nicht weiß.“ Swiatek sprach auch die Gerüchte an, dass die WTA Finals möglicherweise nach Saudi-Arabien verlegt werden könnten: „Es war immer schwer für mich zu sagen, ob das gut oder schlecht ist, denn es ist für Frauen in diesen Gebieten nicht einfach, aber offensichtlich wollen diese Länder auch politisch und soziologisch Veränderungen und Verbesserungen.“ Sie betonte, dass es letztlich Sache der Verbände und der leitenden Gremien sei, zu entscheiden, ob die Spieler dort antreten oder nicht.

Bei negativen Reaktionen sollten diese die Verantwortung übernehmen. Ihre vorsichtige und abwägende Haltung zeigt, wie komplex die Entscheidungen sind, die professionelle Tennisspieler treffen müssen, wenn es um internationale Veranstaltungen geht.

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