Carlos Alcaraz hat keinen Hehl daraus gemacht, dass er eines Tages auf Augenhöhe mit den ganz Großen des Tennis stehen will. Nach seinem fünften Grand-Slam-Titel bei den French Open und dem beeindruckenden Finalsieg gegen Jannik Sinner ist das Ziel klar: die Rekorde von Roger Federer, Rafa und Novak Djokovic.
„Natürlich denke ich an Noles 24 Grand-Slam-Titel, das ist klar“, sagte Carlos offen. „Ich bin ein sehr ehrgeiziger Typ. Ich denke groß, ich träume groß – Djokovics 24 sind ein Ziel am Ende meiner Karriere. Es ist unvermeidlich, daran zu denken. Ich bin sehr wettbewerbsorientiert, das treibt mich an, auf dem höchsten Level zu sein, auf dem Level der Big Three. Die Wahrheit ist: Ich träume groß.“
Diese Offenheit beeindruckt nicht nur Fans, sondern auch Kenner der Szene – wie Toni Nadal, Onkel und langjähriger Trainer von Rafa.
Toni Nadal sieht großes Potenzial
Toni Nadal, der entscheidend zur Erfolgsgeschichte seines Neffen Rafael beigetragen hat, traut Alcaraz einiges zu. In einem Interview mit Marca lobte er den 22-Jährigen deutlich: „Er ist der Tennisspieler mit den besten Voraussetzungen der Welt. Er ist schnell, schlägt sehr hart mit Vor- und Rückhand und hat zudem den Vorteil, dass er nicht mit dem besten Federer oder dem besten Djokovic zeitgleich spielt.“
Zwar betont Toni Nadal, dass mit Sinner ein ernstzunehmender Rivale da sei, doch insgesamt sei das restliche Feld derzeit „sehr machbar“ für Alcaraz. Auf die Frage, ob Alcaraz Rafa einholen oder sogar übertreffen könne, sagte er: „Gleichziehen mit Rafa? Vielleicht sogar übertreffen. Ich bin kein Wahrsager. Aber er hat die Voraussetzungen.“
Am 30. Juni beginnt das nächste große Kapitel für den Spanier – dann verteidigt er seinen Titel in Wimbledon. Ein sechster Grand-Slam-Titel wäre ein weiterer Schritt Richtung Legendenstatus.
