'Roger Federer hat niemanden besiegten, der ...' sagt der Experte



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'Roger Federer hat niemanden besiegten, der ...' sagt der Experte

Belinda Bencic hat als erste Schweizerin die Goldmedaille an Olympischen Spielen gewonnen. Die aktuelle Nummer 12 des WTA-Rankings besiegte Marketa Vondrousova 7-5, 2-6, 6-3, die ziemlich nervös wirkte und die drei Breakpoints verschwendete, die ihr im neunten Spiel des letzten und entscheidenden Satzes den Wiedereinstieg ermöglicht hätten.

Bencic war sicherlich die solideste und entschlossenste Spielerin der beiden und sie hat diesen historischen Erfolg verdient. Roger Federer, der das Damenturnier mit großer Leidenschaft verfolgte, lobte Bencic für das außergewöhnliche Ergebnis in Tokio.

Der 20-fache Grand-Slam-Champion postete auf seinem Instagram-Account ein Foto von der Bencic-Finalpreisverleihung und schrieb stolz: "Historisch." Die 24-Jährige sprach über ihre Beziehung zu Federer und enthüllte auf einer Pressekonferenz eine kuriose Anekdote.

"Roger hat mir heute Morgen eine Nachricht geschickt. Er sagte mir, dass heute ein guter Tag sei, um meine Träume zu verwirklichen und Geschichte zu schreiben", sagte Bencic auf einer Pressekonferenz. „Er hat mich sehr glücklich gemacht.

Diesen Triumph widme ich auch Martina Hingis. Sie und Roger haben so viele Dinge erreicht, die ich nie erreichen werde. Dieser Sieg ist auch für sie. Emotionen? Ich war an der Grenze meiner Kraft und Ausdauer. Ich konnte nicht klar denken und versuchte im späteren Spielverlauf einfach, den Ball auf die andere Seite des Netzes zurückzuschicken.

Aber ich wollte meinen Traum verwirklichen - deshalb habe ich gespielt, als wäre es das letzte Spiel meines Lebens. Ich brauche noch Zeit, um zu erkennen, was alles passiert ist und was ich erreichen konnte. Ich werde es nach dem Doppelfinale tun, wo ich alles geben werde, was ich für Vicky (Golubic, ihr Doppelpartner, Anm.

d. Red.) habe. Es sind Erinnerungen, die ein Leben lang halten werden“.

Gunthardt sprach über Federers Viertelfinalniederlage in Wimbledon

In einem aktuellen Interview mit Simon Graf von Tagesanzeigeher.ch äußerte sich der Spieler, der Trainer Heinz Gunthardt wurde, zum diesjährigen Lauf von Roger Federer in Wimbledon.

"Das Viertelfinale ist angesichts seiner Vorbereitung ein gutes Ergebnis", sagte Gunthardt. "Aber Wimbledon war nach Paris kein Fortschritt. Dieses Niveau hatte er dort schon. In Doha und Paris spielte er mit einer ganz anderen Denkweise, locker.

Er sagte klar, dass dies (seine) einzige Vorbereitung sei, dass sie nur in Wimbledon wirklich zählen würde. Und dann hat Wimbledon angefangen und er hat den Druck gespürt", fügte er hinzu. Gunthardt glaubt, dass Federer Siege gegen Top-Spieler wie Daniil Medvedev und Alexander Zverev braucht, um wieder Selbstvertrauen auf der großen Bühne zu gewinnen.

"Es fehlt ihm an Selbstvertrauen und das wirkt sich auf seine Beinarbeit aus. An großen Siegen führt kein Weg vorbei. Er hat noch niemanden geschlagen, was ihm die Gewissheit gab: Ich kann mich wieder mit den Besten messen.

Diese Bestätigung fehlt ihm noch. Er braucht Siege gegen Medvedev und Zverev", fügte er hinzu. Fotokredit: REUTERS