Der Top-10-Spieler spricht über Vorzugsbehandlung für Roger Federer



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Der Top-10-Spieler spricht über Vorzugsbehandlung für Roger Federer

Stan Wawrinka und Roger Federer nahmen an dieser Ausgabe der Olympischen Spiele in Tokio 2020 nicht teil. Sowohl die körperlichen Probleme der beiden als auch die schwierige Pandemie-Situation in Tokio haben die Pläne der Schweiz, die die Olympischen Spiele sicherlich mit weniger Hoffnung auf Erfolg gestartet hat, völlig verändert.

Die Erwartungen waren hingegen besser als erwartet, da die Schweiz die Frauenmedaille gewann. Musste sie sich im Doppel im Finale gegen Tschechien geschlagen geben, gelang Belinda Bencic eine tolle Leistung und gewann als erste Schweizer Tennisspielerin der Geschichte eine Goldmedaille.

Eine wundervolle Woche der Beständigkeit und des maximalen Spiels in den entscheidenden Momenten (und in den entscheidenden Sätzen) haben Bencic die Goldmedaille beschert, die damit in die Geschichte ihres Landes eingeht.

Dies ist die dritte Goldmedaille im Tennis in der Geschichte der Schweiz: der erste kam 1992 in Barcelona mit Marc Rosset und der zweite in Peking 2008 im Doppel, bestehend aus zwei Meistern dieses Sports wie Roger Federer und Stan Wawrinka.

Die Nummer 12 der Weltrangliste Belinda Bencic hat während der Olympischen Spiele 2020 in Tokio erneut Geschichte geschrieben. Der hart erkämpfte Dreisatz-Finalsieg gegen die Tschechin Marketa Vondrousova wird in den Annalen bleiben und mehrere Kollegen und Landsleute gratulierten dem Bencic.

Darunter durfte die Schweizer Tennislegende und sein großer Verehrer Roger Federer nicht fehlen, der einen Beitrag in den sozialen Medien erstellt hat, um den Sieg seines Landsfraus zu feiern. In der Nachricht schrieb Federer "Geschichte", um Bencic zusammen mit der Schweizer Flagge und einem Emoji mit der Medaille zu feiern.

Darüber hinaus fügte der zwanzigfache Gewinner von Grand-Slam-Turnieren die Nachricht hinzu, indem er schrieb: "Jeder Tag ist ein guter Tag, um deine Träume wahr werden zu lassen." Den Sieg widmete die 24-jährige Tennisspielerin all ihren Landsleuten und ganz besonders ihren Idolen Martina Hingis und eben Roger Federer: "Diese Medaille ist auch für Roger und Martina, ich habe sie für sie gewonnen", schloss Belinda.

Daniil Medvedev über Roger Federer

Vor seiner Olympia-Kampagne 2020 in Tokio sprach der Weltranglistenzweite Daniil Medvedev ausführlich über eine Reihe von Themen, angefangen von den Bedingungen im Olympischen Dorf bis hin zur umstrittenen Terminplanung in Wimbledon.

Im Gespräch mit Telesport betonte Medvedev, dass er keine Bedenken hinsichtlich der Arrangements im Olympische Dorf habe, obwohl er auf der regulären Tour an viel bessere Bedingungen gewöhnt sei. Gleichzeitig wies der Russe jedoch darauf hin, dass er bei Futures-Events auf niedrigerem Niveau viel Schlimmeres erlebt habe.

"Um ganz ehrlich zu sein, wir Tennisspieler sind es gewohnt, bei coolen Turnieren in Fünf-Sterne-Hotels zu leben, wenn Sie in der Rangliste weit oben stehen, stellen Ihnen die Veranstalter eine Suite zur Verfügung," sagte Medvedev.

"Aber fast alle von uns sind durch "Futures" gegangen, wo man ein Zimmer für 40 Euro sucht, nicht für 50. Und um diese 10 Euro zu sparen, wohnt man manchmal in kleinen Zimmern mit Dusche auf dem Boden.

Viele von uns befanden sich in solchen Situationen, daher habe ich für mich nichts Neues gesehen." Medvedev spielte kein komplettes Spiel auf dem Center Court in Wimbledon, obwohl er die Nummer 2 des Turniers war.

Andererseits war jedes Spiel von Roger Federer auf dem Center Court angesetzt. "Natürlich gibt es Ressentiments (dass man keine Chance bekommt, auf dem Center Court zu spielen)", sagte Medwedew. "Ich wollte auf diesem Platz spielen, nachdem ich der zweitplatzierte Spieler war, aber es gibt eine logische Erklärung für alles, also mache ich mir keine allzu großen Sorgen.

Roger ist zehnmal ... was zehn ist - hundertmal legendärer als ich. Es ist also in Ordnung." Fotokredit: Getty Images