'Roger Federer kann sich so positionieren, weil …', sagt Top-Coach



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'Roger Federer kann sich so positionieren, weil …', sagt Top-Coach

Der 18-jährige Japaner Shintaro Mochizuki wuchs mit dem Vergöttern von Roger Federer auf und genoss es, Federer und Stan Wawrinka dabei zuzusehen, wie sie die Schweiz 2014 zum Davis-Cup-Titel führten. Acht Jahre später wird Mochizuki sein Davis Cup-Debüt geben, da er für Japans Serie gegen Schweden nominiert wurde.

Mochizuki gibt zu, dass er sich gelegentlich YouTube anschaut, um sich die Höhepunkte des Davis-Cup-Finales 2014 anzusehen. "Als ich aufgewachsen bin, habe ich Japan immer beim Davis Cup zugesehen, aber ich erinnere mich auch daran, wie die Schweiz den Wettbewerb gewonnen hat", sagte er.

"Roger und Stan waren im Schweizer Team, und sie spielten auch zusammen Doppel. Doppel zu spielen ist etwas, was ich liebe. Es hat so viel Spaß gemacht, zuzusehen, und danach sagte ich mir: ‚Ich will Davis Cup spielen.'

"Dieses Finale ist die Erinnerung an den Davis Cup, die ich immer im Kopf habe. Tatsächlich schaue ich mir immer noch manchmal Clips auf YouTube an, in denen die Schweiz gewonnen hat. Diese Serie hat mein Interesse geweckt." Der japanische Mannschaftskapitän Satoshi Iwabuchi nominierte Mochizuki, Taro Daniel, Yasutaka Uchiyama, Yosuke Watanuki und Ben McLachlan für die Qualifikationsserie gegen Schweden.

Japan wird ohne Kei Nishikori, Vizemeister der US Open 2014, auskommen, also müssen Mochizuki und Teamkollegen an diesem Wochenende nachlegen. "Mein Trainer hat mir gesagt, dass der Verband wollte, dass ich im Davis Cup spiele."

Mouratoglou über Roger Federer

Patrick Mouratoglou, Trainer von Serena Williams in den letzten zehn Jahren, ging am Mittwoch auf Instagram, um den Fans eine detaillierte Aufschlüsselung von Roger Federers Aufschlag zu liefern.

„Das Besondere an Federers Aufschlag ist, dass er zu Beginn seiner Bewegung sehr weit nach rechts gedreht ist. Man kann fast sehen, wie er mit dem Rücken zum Netz zeigt. Dies ermöglicht eine große Bewegungsfreiheit und Körperrotation", betonte der Trainer.

„Er kann sich nur so positionieren, weil er das linke Auge dominiert, wodurch er immer noch sowohl den Ball als auch das Spielfeld sehen kann. Rechtsäugige dominante Spieler, Alexander Zverev zum Beispiel, nutzen diese Position nicht, weil sie den Ball und das Spielfeld aus den Augen verlieren“, erklärte Mouratoglou.

"Wie Sie sehen können, hat Federer eine sehr starke und ausgewogene Plattformhaltung. Dadurch kann er seine Beine aufladen, wenn er den Ball wirft. Wenn Sie auf seinen Wurf achten, werden Sie feststellen, dass er den Ball nach oben führt, anstatt ihn zu werfen, was ihm hilft, einen sehr konstanten Wurf beizubehalten“, sagte Mouratoglou.

Patrick Mouratoglou erklärte auch, wie Roger Federers lockerer Griff am Schläger den Peitscheneffekt bei seinem Aufschlag verstärkt. Fotokredit: Getty Images