Clarey: "Roger Federer glaubt, dass er in Wimbledon noch eine Chance hat"

In einem langen Interview mit Tennis Deutschland analysierte der bekannte Journalist Christopher Clarey die Aussichten von Roger Federer im Detail.

by Fischer P.
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Clarey: "Roger Federer glaubt, dass er in Wimbledon noch eine Chance hat"

In einem langen Interview mit Tennis Deutschland analysierte der bekannte Journalist Christopher Clarey die Aussichten von Roger Federer im Detail. Er sagte: „Das letzte Mal, als Roger Federer völlig gesund war, war er nur einen Punkt vom Sieg in Wimbledon entfernt, nur einen Punkt!

Meiner Meinung nach denkt er, dass er noch eine Chance hat, wenn er sich körperlich wieder erholt. Auch in Wimbledon 2021 schnitt er nicht schlecht ab, wo er mit 39 Jahren und trotz Knieverletzung das Viertelfinale erreichte.

Ich bezweifle, dass er es besser kann, es stehen zu viele Gegner im Weg, als dass sein Traum wahr werden könnte. Es ist jedoch immer schwierig, gegen Roger zu wetten. Sein Sinn für Humor wird oft unterschätzt, er macht immer Witze und lacht gerne in Gesellschaft.

Vor den Kameras ist er das Symbol für Eleganz, im Alltag ist er jedoch ein ganz normaler Mann. Roger Federer ist ein optimistischer Mensch, er hat eine positive Energie ähnlich der von kleinen Kindern. Im Moment sind seine Hauptziele zwei: sein Knie zu reparieren, damit er ein normales Leben mit seiner Familie führen kann, und sich vor seiner Pensionierung noch eine letzte Chance zu gönnen.

Unbequeme Fragen zu beantworten ist für ihn kein Problem. Die Leute fragen ihn seit 2009 nach seinem Rücktritt, als er Roland Garros gewann und man dachte, er sei nicht mehr motiviert. Seine Vorbilder sind Spieler wie Laver, Rosewall und Agassi.

Ich glaube nicht, dass er das alles macht, nur um ein paar Matches im Laver Cup zu bestreiten. Roger ist einer, der den Wettbewerb mag!"

Wann kommt Roger Federer zurück auf den Platz?

Probleme mit dem rechten Knie haben Roger Federer in den letzten beiden Saisons geplagt.

Es genügt zu sagen, dass der Schweizer Star letztes Jahr nur 13 offizielle Matches bestritt, was sich als weit entfernt von seinem Besten herausstellte. Der ehemalige Nummer 1 der Welt erreichte das Achtelfinale in Roland Garros und das Viertelfinale in Wimbledon, viel zu mager für eine Legende seines Kalibers.

Sein Lauf in Wimbledon endete durch Hubert Hurkacz, der auf dem Center Court sogar einen Satz mit 6:0 holte. Wenige Wochen später berichtete der 20-malige Grand-Slam-Champion, dass er einen Knierückfall erlitten habe und zum dritten Mal innerhalb von 18 Monaten operiert werden müsse.

Der 40-jährige Baselbieter hofft, im Spätsommer oder Frühherbst wieder aktiv zu werden, vielleicht beim Laver Cup (Ende September in der Londoner O2 Arena). Wir werden ihn in Wimbledon kaum auf dem Platz sehen, wie sein historischer Trainer Severin Lüthi bekräftigt.

Roger Federer Wimbledon
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