Dominic Thiem: "Roger Federer würde mir nicht als mentaler Coach helfen"

Der Österreicher ist überzeugt, dass seine Genesung nur von ihm abhängen kann und niemand ihm aus dieser Situation helfen kann, nicht einmal Roger Federer

by Faruk Imamovic
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Dominic Thiem: "Roger Federer würde mir nicht als mentaler Coach helfen"

Dominic Thiem ist überzeugt, dass seine Genesung nur von ihm abhängen kann und dass ihm niemand helfen kann, aus dieser Situation herauszukommen, nicht einmal Roger Federer. Der Österreicher erklärte in einem Interview mit der deutschen Zeitung Der Standard: "Es hängt nur von mir ab.

Ich könnte Federer als mentalen Coach anstellen, aber ich bin überzeugt, dass es mir nicht helfen würde." Thiem fügte hinzu: "In Melbourne, nach dem Finale, sah ich, wie energiegeladen Novak Djokovic war.

Es ist eine schwierige Phase, wenn man erfolgreich ist. Es ist nicht sehr spaßig. Ich hatte immer Probleme, Siege zu genießen." Thiem sagte, er habe beschlossen, zu spielen, um Spaß zu haben und nicht mehr eine Maschine zu sein, die bereit ist, Titel zu tragen: "Ich versuche, von der Idee wegzukommen, eine Maschine zu sein.

Kein Training mehr stundenlang ohne nachzudenken. Ich versuche, die schönen Dinge mehr zu genießen. Für mich bedeutet das gute Schüsse oder gute Punkte. Aber es ist nicht einfach." Der 29-jährige sprach dann über seine Enttäuschung über die Davis-Cup-Niederlage seines Landes: "Ich bin enttäuscht, dass ich Österreich nicht helfen konnte, ihr Davis-Cup-Match gegen Kroatien zu gewinnen.

Herzlichen Glückwunsch und Glückwünsche an sie. Ich weiß, dass es in letzter Zeit nicht einfach für euch alle war, mich zu unterstützen, und ich verstehe voll und ganz, dass einige meiner Leistungen nicht das waren, was Sie von mir erwartet hätten."

Die Probleme, mit denen Thiem konfrontiert ist

Thiem hat in seiner Karriere keine leichte Zeit.

Seit seinem letzten wichtigen Titel in Flushing Meadow, bei dem er seinen ersten Grand Slam gewann, hat der Österreicher Thiem keine besonders starken Leistungen gezeigt, sondern vielmehr musste er Verletzungen und Enttäuschungen verkraften.

Das schwerwiegende Problem hat ihn lange aus dem Spiel genommen und ihn von den Spitzenpositionen im Ranking entfernt. Von der dritten Position ist der Tennisspieler aus Wiener Neustadt weit über Platz 100 gesunken und kämpft jetzt darum, wieder in den Tenniszirkel zu gelangen, der für ihn von Bedeutung ist.

In diesem ersten Eindruck der Saison hat der ehemalige US-Open-Champion nur Niederlagen gesammelt. Die schmerzhafteste war zweifellos die gegen Andrej Rublev im ersten Runde des Australian Open (3-0), und jene gegen Borna Gojo und Borna Coric, die zu seiner Elimination in den Davis-Cup-Qualifikationen für Österreich führten.

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