Roger Federer erhält Ehrendoktorwürde an der Dartmouth Universität

Roger Federer: Ehrendoktorwürde und Lebensweisheiten an der Dartmouth-Universität

by Faruk Imamovic
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Roger Federer erhält Ehrendoktorwürde an der Dartmouth Universität
© Getty Images/Dia Dipasupil

Roger Federer, eine Ikone des Tennissports und 20-facher Grand-Slam-Sieger, hat kürzlich eine unerwartete Ehrung erfahren. Trotz fehlender akademischer Laufbahn an einer Universität wurde ihm an der Elite-Hochschule Dartmouth in den USA die Ehrendoktorwürde verliehen.

Diese Auszeichnung bezeichnete er als seinen "unerwartetsten Sieg".

Federers Weg zum "Dr. Roger"

Bei seiner Ansprache an die Absolventen der Dartmouth-Universität im US-Bundesstaat New Hampshire gestand Federer, dass das Halten öffentlicher Reden außerhalb seiner Komfortzone liege.

"Ich bin nur hergekommen, um eine Rede zu halten, aber ich darf als 'Dr. Roger' nach Hause gehen", scherzte er. Diese Ehrung steht symbolisch für die Anerkennung seiner Leistungen und seines Einflusses sowohl auf als auch abseits des Tennisplatzes.

In seiner Rede erinnerte sich Federer an seine frühesten öffentlichen Auftritte, insbesondere an eine seiner ersten Reden im Alter von 17 Jahren vor der Schweizer Tennis-Nationalmannschaft. Damals konnte er nur vier Worte hervorbringen: "Froh, hier zu sein." Heute, 25 Jahre später, fühle er sich immer noch nervös, sei aber ebenso froh, bei den Absolventen zu sein, und witzelte über die Ähnlichkeiten der Veranstaltung mit "Wimbledon des Beer Pong".

Hart arbeiten für den "mühelosen" Erfolg

Federer teilte eine wichtige Lebensweisheit mit den jungen Absolventen. Trotz des häufigen Lobes, sein Spiel wirke mühelos, betonte er die harte Arbeit, die dahintersteckt.

"Die Wahrheit ist, dass ich sehr hart arbeiten musste, damit es leicht aussieht", erklärte er. Diese Bemühungen umfassten Frustrationen, Flüche und sogar das Werfen seines Schlägers, bevor er die Kunst der Gelassenheit meisterte.

"Mühelos ist ein Mythos", sagte Federer und ermutigte die Studenten, diese Erkenntnis auf ihre eigenen Lebenswege anzuwenden. Er betonte, dass sein Erfolg nicht allein auf Talent beruhte, sondern auf dem ständigen Bestreben, sich selbst und seine Gegner zu übertreffen.

"Ich habe an mich geglaubt. Aber den Glauben an sich selbst muss man sich verdienen", schloss Federer seine Rede. Diese Worte von einem der größten Tennisspieler aller Zeiten bieten nicht nur den Absolventen, sondern uns allen eine wertvolle Perspektive auf Erfolg und die Bedeutung von harter Arbeit und Selbstglauben.

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