Roger Federer spricht über seine Tennisruhestand und die Zukunft seiner Rivalen

Roger Federer: Eine Inspiration für Tennis und darüber hinaus

by Faruk Imamovic
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Roger Federer spricht über seine Tennisruhestand und die Zukunft seiner Rivalen
© Getty Images/Clive Brunskill

Roger Federer, die Tennislegende, hat sich in einem kürzlich geführten Interview mit BBC Sport offen über seine Karriere, den Ruhestand und die Zukunft seiner berühmten Rivalen Andy Murray, Rafael Nadal und Novak Djokovic geäußert.

Der lange Abschied einer Legende

Roger Federer, der seine beeindruckende 24-jährige Karriere beim Laver Cup 2022 beendete, blickt mittlerweile mit einer gewissen Distanz auf seine aktiven Tage zurück. Bei diesem Team-Event, das Federer selbst ins Leben gerufen hat und das 2022 in London stattfand, spielte er sein letztes Match im Doppel an der Seite von Rafael Nadal.

Der achtmalige Wimbledon-Sieger bestritt sein letztes Einzelmatch beim All England Club, wo er 2021 im Viertelfinale gegen Hubert Hurkacz ausschied. Zwischen 2020 und 2021 musste Federer drei Operationen am rechten Knie über sich ergehen lassen, was ihn weitgehend daran hinderte, nach den Australian Open 2020 weiterhin zu konkurrieren.

Über seine Rivalen sagte er: „Ich hoffe, Andy, wie auch Rafa und Novak, können ewig spielen, wie ein Fan. Die Tour ist besser mit ihnen.“

Rückzug aus dem Sport: Eine persönliche Entscheidung

Federer betonte, wie persönlich der Rückzug aus dem Profisport sei und dass er sich zu weit von seiner eigenen aktiven Zeit entfernt fühle, um Murray Ratschläge zu seinem eigenen Rücktritt zu geben.

„Der Ruhestand ist so tiefgreifend persönlich. Wenn man diese Entscheidung trifft, befindet sich jeder in einer völlig anderen Situation“, erklärte Federer. Er fügte hinzu, dass er keine Ratschläge geben könne, aber offen für Gespräche sei, falls Murray ihn kontaktieren würde.

Die Inspiration, die Murray nach seiner schweren Hüftverletzung liefert, und die anhaltende Präsenz von Nadal und Djokovic auf der Tour faszinieren Federer noch immer: „Ich habe letzte Woche Roland Garros geschaut und dachte: ‚Wow, sie sind so gut – das habe ich auch gemacht!‘ Ich fühle mich meiner Karriere so fern.

Ich beginne, die Dinge, die ich getan habe, die Rekorde, zu vergessen.“

Ein neues Kapitel: Leben nach dem Tennis

Federer sprach auch über das Reisen mit seiner Familie während seiner Tourjahre und wie diese Erfahrungen sein Leben bereichert haben.

„Wir haben eine Art zweites Zuhause geschaffen. Ich kam vom Training oder einem Match nach Hause und spielte Lego mit den Kindern, las ihnen ein Buch vor oder spielte Verstecken“, erzählte er. Trotz der schlaflosen Nächte und der herausfordernden Logistik würde er alles noch einmal genau so machen.

Der Übergang in den Ruhestand sei für ihn reibungslos verlaufen, teilweise auch wegen der Verletzung und der Covid-Pandemie, die es ihm ermöglichten, länger als drei Wochen am Stück zu Hause zu sein.

„Ich bin froh, dass ich in Form geblieben bin, ich gehe ins Fitnessstudio, ich mache weiter meine Reha, weil ich will, dass mein Knie heilt“, so Federer abschließend.

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