Roger Federer gehört selbst zu den größten Spielern der Tennisgeschichte. Doch auch ein 20-facher Grand-Slam-Sieger hat Vorbilder, zu denen er aufblickt. In einem Gespräch mit dem nigerianischen Sänger Burna Boy auf dem YouTube-Kanal Complex sprach der Schweizer über die Spieler, die ihn geprägt haben – und nannte seine fünf persönlichen Legenden des Sports.
„Ich muss zurückgehen“, sagte Roger nachdenklich. „Zu denen, die mich inspiriert haben. Ich hatte meine eigenen GOATs, die Leute, die bei mir zu Hause an der Wand hingen und wie die ich sein wollte.“
Von Edberg bis Becker – frühe Inspirationen
Für den jungen Roger war vor allem der Schwede Stefan Edberg ein Idol. „Er ging immer ans Netz, war super elegant. Er war einfach der Coolste“, schwärmte der achtmalige Wimbledonsieger. Edbergs klassischer Spielstil und seine Ruhe auf dem Platz hätten ihn stark beeindruckt.
Auch Boris Becker gehörte zu seinen frühen Helden. „Edberg und Becker haben oft gegeneinander gespielt, also habe ich sie immer im Fernsehen gesehen“, erinnerte sich Federer. Die Rivalität der beiden prägte seine Jugend – und offenbar auch seinen eigenen Stil, der offensive Elemente und Eleganz vereinte.
Der dritte Name auf seiner Liste war Pete Sampras, der mit 14 Grand-Slam-Titeln lange Zeit als Rekordhalter galt, bevor Roger ihn 2009 überholte. „Er war derjenige, an dem ich mich messen wollte“, erklärte er.
Respekt für Rivalen Nadal und Djokovic
Die letzten beiden Namen seiner Top 5 überraschen nicht: Rafael Nadal und Novak Djokovic – die Männer, mit denen er sich zwei Jahrzehnte lang epische Duelle geliefert hat. Gegen keinen der beiden hat Federer eine positive Bilanz (16:24 gegen Nadal, 23:27 gegen Djokovic), doch der Respekt bleibt groß.
Als Burna Boy ihn scherzhaft fragte, ob er Nadal wirklich möge, antwortete Roger mit einem Lächeln: „Ich mag ihn. Mit Rafa ist alles cool, wir verstehen uns gut.“
Auch nach seinem Rücktritt bleibt Federer bescheiden – ein Champion, der selbst im Ruhm noch bewundernd nach oben blickt.
