Holger Rune wird wegen homophober Kommentare ermittelt



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Holger Rune wird wegen homophober Kommentare ermittelt

Der ehemalige Junioren-Weltranglistenerste, der dänische Tennisspieler Holger Rune, gewann am vergangenen Sonntag das ATP-Challenger-Turnier in Biella, indem er im Finale den Argentinier Marco Trungelliti mit dem Ergebnis 6-3, 5-7, 7-6 besiegte.

In den letzten Stunden wurde viel diskutiert, aber leider nicht darüber: Im Halbfinale gegen Tomas Etcheverry platzte der ganz junge Däne mit homophoben Beleidigungen heraus und es würde ein Video geben, in dem deutlich zu sehen ist, dass er schreit: "Du bist ein Scheißspieler und spielst wie eine Schwuchtel."

Leider sind die Bilder für den Tennisspieler klar und nach dem Turnier veröffentlichte Rune ein Statement und entschuldigte sich für die Kommentare über seinen Instagram-Account. Hier sind seine Worte: "Ich bin jung und muss lernen.

Das wird mir nicht erlauben, so einen Unsinn zu sagen, es tut mir sehr leid und ich hoffe, dass die Leute meine Entschuldigung akzeptieren, natürlich wird das nicht wieder vorkommen."

Holger Runes Mutter verteidigte ihn

In den letzten Stunden blieb die Mutter der Tennisspielerin, die Dänin Aneke Rune, nicht zusehen und griff das Lokalfernsehen TV2 vielmehr an und erklärte, dass hier nur über die Arbeit ihres Sohnes geredet werde.

Trotzdem schienen die Bilder des Videos sehr klar. Inzwischen hat die ATP ihre Ermittlungen eingeleitet und folgende Erklärung veröffentlicht: „Die ATP setzt sich dafür ein, ein integratives Umfeld für alle Tennisspieler, Mitarbeiter und Fans zu gewährleisten, und es gibt absolut keinen Platz für homophobe Kommentare im Tennis.

Gemäß Ziffer 8.04 des Verhaltenskodex für Sportler untersucht die ATP die Äußerungen von Holger Rune während eines Spiels am Samstag, 5. Juni 2021 beim ATP Challenger 80 in Biella. Der junge Tennisspieler wurde in dieser Saison für das Training bekannt, wobei der Weltnummer 1 Novak Djokovic ihn lobte.

Rune erklärte kürzlich in einem Interview: "Ich spüre immer große Emotionen, wenn ich mit den Top 10 trainiere, weil sie so viele Stärken haben, aus denen ich schöpfen kann und gleichzeitig tolle Jungs sind, die wie ich Tennis lieben."