Hass im Sport: Marketa Vondrousova wird erneut zur Zielscheibe

Hass hat in der Sportwelt nichts verloren.

by Faruk Imamovic
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Hass im Sport: Marketa Vondrousova wird erneut zur Zielscheibe
© Getty Images Sport/Fred Lee

Hass hat in der Sportwelt nichts verloren. Dennoch musste kürzlich die Tennisspielerin Marketa Vondrousova, die Gewinnerin von Wimbledon, nach ihrer vorzeitigen Ausscheidung beim China Open 2023 hasserfüllte Kommentare auf sozialen Medien erdulden.

Ein unangenehmer Vorfall, den viele Athleten nur allzu gut kennen.

Der Schmerz hinter den Schlagzeilen

Nach ihrer Niederlage in Peking gegen Anhelina Kalinina, bei der sie trotz eines 6-1-Satzgewinns in drei Sätzen unterlag, wurde Vondrousova mit Hasskommentaren überhäuft.

Enttäuscht und frustriert veröffentlichte sie diese Nachrichten mit dem Kommentar: "Hier gehen wir wieder los." Doch sie war nicht alleine. Die australische Tennisprofi Daria Saville verteidigte ihre Kollegin vehement und offenbarte dabei, dass sie ihre Kommentarfunktion auf Instagram vor Spielen deaktiviert, um sich vor ähnlichen Anfeindungen zu schützen.

Saville postete auf einem sozialen Netzwerk: "Teil meiner Vorbereitung vor Spielen ist es, Kommentare auf meinem IG auszuschalten. Ich habe auch meine Nachrichten so eingestellt, dass mich niemand erreichen kann. Das ist schade, denn ich habe so viele Nachrichten von Spielern und Marken verpasst."

Von der Außenseiterin zur Wimbledon-Siegerin

Marketa Vondrousova hat in den letzten Jahren für eine der größten Überraschungen im Tennis gesorgt.

Als 42. der Weltrangliste gewann die Tschechin Wimbledon, indem sie Ons Jabeur im Finale besiegte – ein unerwartetes Ereignis, das sie in die Top 10 katapultierte. Über ihren bemerkenswerten Sieg sagte Vondrousova: "Einen Erfolg in Wimbledon habe ich mir nie erträumen können, vielleicht weil ich auf Sand aufgewachsen bin.

Ich hatte auf Hartplätzen gute Leistungen erbracht, fühlte mich auf Rasen jedoch nie wohl. Als wir hier ankamen, dachte ich, ich würde versuchen, ein paar Spiele zu gewinnen. Dass ich jetzt hier stehe, ist unglaublich.

Niemand wird mir diesen Titel jemals nehmen können." Sie reflektierte auch über eine ihrer ersten Finalteilnahmen, als sie mit 19 Jahren gegen Ashleigh Barty antrat und verlor. "Ich weinte viel nach diesem Spiel.

Ich wollte, wenn mir so etwas wieder passiert, den Moment genießen." Es ist eine Erinnerung daran, dass hinter jedem Athleten eine Geschichte steckt, eine Reise voller Höhen und Tiefen. Und in einer Welt, die so oft von Hass geprägt ist, ist es wichtig, Empathie und Unterstützung zu zeigen.

Marketa Vondrousova
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