Sport und Politik: Der #FreePalestine Post von Jabeur und die Reaktion der ITA

Die tunesische Tennisspielerin Ons Jabeur sorgt mit einem Social-Media-Post für Schlagzeilen, in welchem sie sich zur israelisch-palästinensischen Konflikt äußerte

by Faruk Imamovic
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Sport und Politik: Der #FreePalestine Post von Jabeur und die Reaktion der ITA
© Getty Images Sport/Clive Brunskill

Die tunesische Tennisspielerin Ons Jabeur sorgt mit einem Social-Media-Post für Schlagzeilen, in welchem sie sich zur israelisch-palästinensischen Konflikt äußerte. In einem im frühen Oktober veröffentlichten Instagram-Story rief Jabeur mehrmals zum Frieden auf und beendete ihren Beitrag mit dem Hashtag #FreePalestine.

Im Kern ihrer Botschaft sagte sie: "Was die Palästinenser in den letzten 75 Jahren durchgemacht haben, ist unbeschreiblich. Was unschuldige Zivilisten durchmachen, unabhängig von ihrer Religion oder Herkunft, ist unbeschreiblich.

Gewalt wird nie Frieden bringen; ich kann nicht mit Gewalt übereinstimmen, aber ich kann auch nicht hinnehmen, dass Menschen ihr Land genommen wird. Es ist wichtig, den Kontext zu verstehen; das, was heute passiert, zu betrachten und die jüngere Geschichte zu ignorieren, ist unverantwortlich und wird keinen Frieden bringen.

Frieden ist alles, was uns wichtig ist. Frieden ist das, was jeder braucht und verdient. Stoppt die Gewalt und #FreePalestine."

Reaktionen und Anschuldigungen

Die Israelische Tennisvereinigung (ITA) reagierte prompt und nicht gerade positiv auf Jabeurs Post.

In einer offiziellen Beschwerde, die sie sowohl beim Internationalen Tennisverband (ITF) als auch bei der Women's Tennis Association (WTA) eingereicht haben, beschuldigten sie Jabeur, "eine mörderische terroristische Organisation zu unterstützen." In einem Gespräch mit der Zeitung The National äußerte Jabeur ihr Erstaunen über die Beschwerde und betonte, sie habe "nichts Falsches gesagt".

Ihrer Meinung nach war ihre Botschaft "wirklich friedlich", und sie fügte hinzu: “Was ich in meinem Beitrag auf Instagram geschrieben habe, steht für das, was ich unterstütze, und das Wichtigste, an das ich glaube, ist der Frieden.

Ich bin sehr traurig für die unschuldigen Menschen, die jeden Tag getötet werden und ich wünsche mir, dass die Welt reagiert und diesen Krieg beendet”. Die ITA gab in ihrer Stellungnahme bekannt, dass sie darauf warten würden, ob der ITF und die WTA gegen Jabeur Maßnahmen ergreifen würden.

Diese Kontroverse zeigt einmal mehr, wie Sport und politische Statements oft miteinander verknüpft sind und wie wichtig es ist, bei solchen Themen mit Fingerspitzengefühl und Respekt vorzugehen.

Ons Jabeur
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