Andrey Rublev gesteht: Psychologische Stabilität als größte Herausforderung

Der russische Tennisspieler Andrey Rublev hat offen zugegeben, dass er im Vergleich zu seinen Top-Ten-Rivalen in puncto psychologischer Stabilität Defizite sieht.

by Faruk Imamovic
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Andrey Rublev gesteht: Psychologische Stabilität als größte Herausforderung
© Getty Images Sport/Mike Hewitt

Der russische Tennisspieler Andrey Rublev hat offen zugegeben, dass er im Vergleich zu seinen Top-Ten-Rivalen in puncto psychologischer Stabilität Defizite sieht. Bei der Frage, worauf er sich im Jahr 2024 konzentrieren möchte, betonte Rublev, dass er in vielen Bereichen Verbesserungen anstrebt, wobei der mentale Aspekt an erster Stelle steht.

Rublev, der während der ATP Finals erneut einen emotionalen Einbruch erlebte, ist sich bewusst, dass er den Druck durch Verbesserungen in anderen Bereichen seines Spiels verringern kann. „Dieses Jahr habe ich mich sehr in meiner Rückhand verbessert.

Das ist etwas, worüber ich mich sehr freue, dass es besser geworden ist“, erklärte Rublev im Gespräch mit Championat.

Technische Aspekte und die Herausforderung des Mentalen

Neben der Rückhand hat Rublev auch an seiner Beweglichkeit gearbeitet.

„Jetzt bewege ich mich auf dem Platz viel schneller als zu Beginn des Jahres. Ich habe angefangen, Tempo und Geschwindigkeit viel besser zu halten und besser zu verteidigen“, fügte er hinzu. Auf die Frage, was er tun müsse, um sein Spiel auf die nächste Stufe zu heben, offenbarte Rublev seinen Mangel an Selbstvertrauen.

„Was muss verbessert werden? Eine Menge von allem“, stellte Rublev fest. „Das Wichtigste ist natürlich die Psychologie. Das ist es, was mir im Vergleich zu Novak Djokovic, Daniil Medvedev, Carlos Alcaraz und Jannik Sinner am meisten fehlt.

Sie sind psychologisch viel stabiler als ich.“ Rublev sieht auch in technischen Bereichen wie der Beweglichkeit und seinem zweiten Aufschlag Verbesserungspotenzial. „Jeder serviert den zweiten Aufschlag stärker als ich“, bemerkte er.

Der russische Spieler ist sich bewusst, dass sein Spiel als begrenzt und vorhersehbar gilt, weil er selten ans Netz geht. Rublev glaubt, dass er eine bedeutende Wende herbeiführen könnte, wenn er effektiver ans Netz käme.

„Der Zugang zum Netz muss verbessert werden. Wenn ich mit meinem Spiel nicht nur einfache Bälle abschließen, sondern auch unerwartet ans Netz gelangen kann – das würde mir einen großen Vorteil verschaffen“, fuhr er fort.

Rublev, der derzeit nur auf Platz 39 der Tour hinsichtlich der meisten gewonnenen zweiten Aufschlagpunkte über die letzten 52 Wochen rangiert, weiß, dass er mehr als nur die Genauigkeit bei seinem zweiten Aufschlag verbessern muss.

Aber nach dem Ende seiner Saison ist klar, dass er Wege finden muss, mit Drucksituationen umzugehen, um als Profi weiterhin Fortschritte zu machen.

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