Doping-Skandale im Tennis: Die Schockierendsten Fälle

Einer der bemerkenswertesten Dopingfälle im Tennissport betrifft Maria Sharapova.

by Faruk Imamovic
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Doping-Skandale im Tennis: Die Schockierendsten Fälle
© Getty Images Sport/Mike Hewitt

Einer der bemerkenswertesten Dopingfälle im Tennissport betrifft Maria Sharapova. Die Tennisikone fiel 2016 durch einen Drogentest, bei dem die Substanz Meldonium nachgewiesen wurde. Meldonium wird zur Behandlung von Herzproblemen eingesetzt und verbessert die Blutzirkulation.

Sharapova gab zu, das Medikament über zehn Jahre lang eingenommen zu haben, um einer Grippeanfälligkeit vorzubeugen sowie Symptome von Diabetes und Magnesiummangel zu behandeln. Obwohl es möglicherweise keine Absicht von Sharapova war, die Leistung zu steigern, ist es die Pflicht des Spielers und des Teams, über neu hinzugefügte Substanzen auf der Liste der verbotenen Substanzen informiert zu sein.

Die ITF verhängte daraufhin eine zweijährige Sperre, die später auf 15 Monate reduziert wurde, und Sharapova kehrte im April 2017 zum Tennis zurück.

Simona Halep und Andre Agassi: Kontroversen und Konsequenzen

Simona Halep, die ehemalige Weltranglistenerste, wurde im Oktober 2022 darüber informiert, dass sie während der US Open im September positiv auf Roxadustat getestet wurde.

Im Mai 2023 wurde sie von der ITIA wegen "Unregelmäßigkeiten" in ihrem biologischen Pass mit einem zweiten Dopingvergehen angeklagt. Halep legte Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof gegen die vierjährige Sperre ein und gab zu, dass ihre Karriere beendet wäre, sollte das Verbot bestehen bleiben.

Andre Agassi, eine weitere Tennislegende, sorgte 1997 für Aufsehen, als er positiv auf Methamphetamin getestet wurde. Er erhielt eine dreimonatige Sperre, behauptete jedoch, sein Getränk sei manipuliert worden. In seiner Biografie enthüllte Agassi später, dass er über den Konsum der Droge gelogen hatte.

Richard Gasquet und Martina Hingis: Unerwartete Wendungen

Richard Gasquet lieferte eine noch ungewöhnlichere Erklärung für seinen positiven Drogentest: Er behauptete, von einer unbekannten Frau auf einer Party in Miami einen „Kokainkuss“ erhalten zu haben.

Die ITF und die WADA forderten zunächst eine zweijährige Sperre, doch nachdem festgestellt wurde, dass der Vorfall unbeabsichtigt war, wurde Gasquet lediglich für sechs Wochen gesperrt. Martina Hingis, die ehemalige Weltranglistenerste, beendete ihre Karriere nach einem positiven Dopingtest im Jahr 2007.

Sie wurde positiv auf Benzoylecgonin getestet, beteuerte jedoch ihre Unschuld und führte einen privaten Drogentest durch, der negativ ausfiel. Diese Fälle zeigen, wie Doping das Ansehen und die Karrieren selbst der größten Tennisstars beeinflussen kann. Sie werfen auch ein Licht auf die komplexen Herausforderungen im Kampf gegen Doping im professionellen Sport.

Maria Sharapova
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