Darren Cahill: Andy Murray soll auf eigenen Bedingungen abtreten



by FARUK IMAMOVIC

Darren Cahill: Andy Murray soll auf eigenen Bedingungen abtreten
© Getty Images/Julian Finney

Trotz eines schwierigen Starts in die Saison 2024 mit drei aufeinanderfolgenden Niederlagen lässt sich Andy Murray nicht unterkriegen. Der dreimalige Grand-Slam-Gewinner, dessen letzter Sieg im Oktober des Vorjahres bei den Swiss Indoors festgehalten wurde, sieht sich mit Fragen bezüglich seiner Zukunft im Profi-Tennis konfrontiert.

Nach seinem Ausscheiden in der ersten Runde des Open Sud De France wurden Stimmen laut, die eine Beeinträchtigung seines Vermächtnisses befürchten. Doch Murray, bekannt für seinen unerschütterlichen Willen, weist solche Bedenken entschieden zurück.

"Mein Vermächtnis beschmutzen? Tut mir einen Gefallen. Ich durchlebe gerade eine schreckliche Phase, das gebe ich zu. Die meisten Menschen würden in meiner Situation aufgeben. Aber ich bin nicht wie die meisten Menschen, und meine Denkweise ist anders", so Murray.

Cahill verteidigt Murrays Entschlossenheit

Darren Cahill, der kürzlich als Teil des erfolgreichen Trainerteams von Jannik Sinner beim Australian Open gefeiert wurde, verteidigt Murray gegenüber Kritikern, die meinen, es sei Zeit für ihn, das Racket an den Nagel zu hängen.

In einem Podcast betonte Cahill, dass Murray, einer der größten Kämpfer, die der Sport je gesehen hat, selbst entscheiden sollte, wann er seine Karriere beendet. "Andy hat sich alles, was er erreicht hat, hart erarbeitet.

Niemand hat das Recht, ihm zu sagen, wann Schluss sein soll", erklärte Cahill. Er erinnerte auch an eine Trainingssession zwischen Murray und Sinner vor dem Australian Open, in der Murray beeindruckendes Tennis zeigte.

"Er liebt diesen Sport wirklich sehr", fügte Cahill hinzu und betonte, dass Murray aufgrund seiner Errungenschaften – darunter drei Grand-Slam-Titel, zwei Wimbledon-Siege, eine olympische Goldmedaille und die Nummer 1 der Welt – eine Karriere hat, die fast jeder Tennisspieler sofort unterschreiben würde.

Murrays Weg ist noch nicht zu Ende

Trotz der aktuellen Herausforderungen und des fehlenden Selbstvertrauens unterstreicht Cahill, dass Murray noch viel zu bieten hat, solange sein Körper mitspielt und er das Verlangen verspürt, weiterzukämpfen.

Er zieht einen Vergleich mit Novak Djokovic, der im gleichen Alter ist und aktuell die Weltrangliste anführt, um zu verdeutlichen, dass Alter kein Hindernis für Erfolg sein muss. Murrays Entschlossenheit und Leidenschaft für den Tennisport machen deutlich, dass sein Kapitel noch lange nicht abgeschlossen ist.

Darren Cahill Andy Murray