Casper Ruud und Iga Swiatek äußern sich kritisch zu Break Point

Die Netflix-Serie "Break Point" sollte Tennisfans einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der professionellen Tennisszene bieten, wurde jedoch nach nur zwei Staffeln aufgrund mangelnder Beliebtheit wieder eingestellt.

by Faruk Imamovic
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Casper Ruud und Iga Swiatek äußern sich kritisch zu Break Point
© Getty Images/Candice Ward

Die Netflix-Serie "Break Point" sollte Tennisfans einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der professionellen Tennisszene bieten, wurde jedoch nach nur zwei Staffeln aufgrund mangelnder Beliebtheit wieder eingestellt. Während die Serie das Ziel hatte, den Erfolg ihres Inspirationsquells "Drive to Survive" zu wiederholen, äußerten sich einige der Top-Spieler kritisch über die Methoden der Filmemacher.

Spielerkritik an "Break Point"

Casper Ruud, einer der Spieler, die sich öffentlich zu "Break Point" geäußert haben, fand insbesondere den Zeitaufwand, den die Teilnahme an der Serie erforderte, in seinem ohnehin schon engen Terminplan zu belastend.

"Es ging zu sehr darum, die anderen Spieler kennenzulernen, aber das hat einfach zu viel meiner Zeit in Anspruch genommen. Alles wirkte ein wenig inszeniert", erklärte Ruud in Indian Wells. Er betonte, dass die Produzenten von ihm verlangten, bestimmte Dinge zu tun, um mehr Bildschirmzeit zu erhalten, was jedoch nicht seinem Naturell entspräche.

Auch die Weltranglistenerste Iga Swiatek äußerte sich unzufrieden darüber, wie sie in der Serie dargestellt wurde. "Ich weiß, dass ich nicht so viel Zugang gewährt habe wie andere Spieler. Ich habe akzeptiert, dass ich vielleicht nicht das letzte Wort habe, aber es gab einige Dinge, die meiner Meinung nach falsch interpretiert wurden", sagte Swiatek in einer Pressekonferenz.

Ihre Teilnahme an der Serie habe zu negativen Reaktionen gegenüber ihr und ihrem Team geführt.

Die Sicht der Produzenten und positive Stimmen

Die Produzenten von "Break Point" erklärten, dass sie sich bewusst auf die nächste Generation von Talenten konzentrieren wollten und deshalb nicht intensiv auf Spieler wie Novak Djokovic oder Rafael Nadal eingingen.

James Gay-Rees, der Produzent der Serie, betonte, dass es nie beabsichtigt war, eine Show um Nadal und Djokovic zu machen. "Von Anfang an haben wir die Idee der nächsten Generation verfolgt. Es sollte nie eine Nadal-Djokovic-Show werden", sagte Gay-Rees.

Trotz der Kritik einiger Top-Spieler gab es auch positive Rückmeldungen. Holger Rune beispielsweise sah in der Präsenz der Netflix-Kameras eine gute Werbung für den Tennissport. "Ich kann nicht im Namen aller Spieler sprechen, aber als Spieler kann die Kamera im Hintergrund störend sein, was bei mir jedoch nicht der Fall war.

Im Allgemeinen hat mir meine Erfahrung gefallen", äußerte Rune in Indian Wells. Die unterschiedlichen Reaktionen auf "Break Point" zeigen, dass die Bemühungen, den Tennissport einem breiteren Publikum näherzubringen, sowohl positive als auch negative Aspekte haben können.

Während einige Spieler den zusätzlichen Aufwand und die möglicherweise inszenierte Darstellung kritisieren, sehen andere darin eine Chance, den Sport zu fördern.

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